Der französische Zughersteller Alstom hat seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr erneut zurückgenommen.
Die Probleme hätten im ersten Halbjahr einen Mittelabfluss von 1,25 Milliarden Euro verursacht. Außerdem habe sich die bereinigte operative Umsatzrendite, die Ebit-Marge, ins Minus gedreht.
Die seit 2021 gebauten Coradia-Max-Züge sind von mehreren deutschen Bundesländern bestellt worden. Dadurch seien Mehrarbeit und Terminüberschreitungen bei einigen Projekten entstanden.
Deshalb senkte Alstom das jährliche Produktionsziel auf rund 4000 Waggons. Bislang hatte der Konzern zwischen 4400 und 4500 Waggons angestrebt.
Die bereinigte Ebit-Marge lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres bei rund minus vier Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch plus 6,4 Prozent betragen. Bisher lag das Ziel bei 6,5 Prozent.
Auch das Ziel für den freien Cashflow hat Alstom angepasst. Statt des zuvor in Aussicht gestellten Mittelzuflusses erwartet der Konzern nun einen Abfluss von 1,5 Milliarden Euro.
Bereits im April hatte Alstom seine Ziele wegen Produktionsproblemen nach unten korrigiert. Kurz davor hatte Martin Sion die Konzernführung von Henri Poupart-Lafarge übernommen. Die erneute Korrektur der Prognose sei die Folge dieser Forderung.
Seit Jahresbeginn habe sich der Börsenwert des Unternehmens halbiert.
Kommentare (0)