Die Stimmung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hat sich zuletzt etwas verschlechtert, berichtete der Tages-Anzeiger. Grundlage ist der vierteljährlich erhobene Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF).
Der Gesamtwert bleibt mit 2,0 Punkten über dem langjährigen Mittel von 1,7 Punkten. Nach Angaben der KOF deutet dies auf eine solide Beschäftigungsentwicklung in den kommenden Monaten hin.
Der Rückgang geht vor allem auf die Einschätzung des aktuellen Personalbestands zurück. Diese Komponente fiel auf 0,8 Punkte, nach zuvor 1,3 Punkten. Nach wie vor halten mehr Firmen ihren Personalbestand für zu klein als für zu gross.
Die Erwartungen für die nächsten drei Monate veränderten sich dagegen kaum. Der Wert sank lediglich von 3,3 auf 3,2 Punkte.
Die Branchen zeigen ein gemischtes Bild. Im Baugewerbe erwartet eine klare Mehrheit der Unternehmen weiterhin einen Stellenaufbau. Im Gastgewerbe und im Detailhandel überwiegen hingegen die Firmen, die einen Personalabbau planen.
Eine wichtige Stütze bleiben die übrigen Dienstleistungen, die auf dem Arbeitsmarkt stark ins Gewicht fallen. Ihr Indikator steht bei 4,4 Punkten und liegt damit weiterhin deutlich im positiven Bereich. Die Stimmung in diesen Branchen hat sich allerdings laufend eingetrübt. Beide Branchen wiesen Ende 2025 noch deutlich negative Werte aus. Der Indikator des Grosshandels liegt nun bei -1,0 Punkten, jener des verarbeitenden Gewerbes bei -3,4 Punkten. Die Beschäftigungsaussichten bleiben damit in beiden Branchen trotz der Besserung negativ.
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