Die Mail-Postfächer mehrerer Abgeordneter der Linken im Bundestag sind nach Angaben der Partei durch einen massiven Cyberangriff lahmgelegt worden. Wie tagesschau berichtete, wurden die Postfächer binnen Minuten mit Tausenden Nachrichten überflutet, sodass sie nicht mehr genutzt werden konnten.
Die E-Mails stammten den Angaben zufolge von unterschiedlichen Absendern, trugen verschiedene Betreffzeilen und waren in unterschiedlichen Sprachen verfasst. Ina Latendorf, parlamentarische Geschäftsführerin der Linksfraktion, sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, bei jedem Mitglied der Fraktion seien bereits über 20.000 E-Mails eingegangen. Minütlich und sekündlich kämen weitere hinzu, und zwar aus aller Herren Länder und über ganz verschiedene Absenderadressen.
Latendorf zufolge ist die Fraktion derzeit damit beschäftigt, die Nachrichten zu löschen. Dies schränke die Arbeitsfähigkeit der Büros der Abgeordneten sehr ein. Zudem sei das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eingeschaltet worden.
Andere Fraktionen seien nach Latendorfs Worten nicht betroffen. Wer hinter dem Angriff steckt, sei noch unklar.
Im Mailverkehr des Bundestags insgesamt habe es lediglich Verzögerungen gegeben, da die Server über genügend Kapazitäten verfügten. Davor hatte der Konzern Apple gewarnt.
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