Wie der Tages-Anzeiger berichtet, ordnet die US-Bundespolizei den Diebstahl bei der Kryptobörse Binance der nordkoreanischen Hackergruppe TraderTraitor zu. Laut einer offiziellen Mitteilung dürften nordkoreanische Hacker hinter dem größten Krypto-Diebstahl der Geschichte stecken.
Die Hacker erbeuteten am 29. Die Tat geschah am Donnerstag.
Angehörige der Gruppe sollen sich als vermeintliche Jobvermittler oder potenzielle Geschäftspartner ausgeben. Auf diese Weise sollen sie Mitarbeitende von Kryptobörsen dazu bringen, schädliche Software herunterzuladen.
Später sprach das Unternehmen von weiteren Einbruchspunkten. Ob die Täter bei Binance genau diese Methode einsetzten, ist offen.
Das FBI erklärte, es habe beobachtet, dass TraderTraitor gestohlene Werte vor allem in die Kryptowährung Ether umtausche. Die Behörde rechne damit, dass die Täter weiter versuchen werden, ihre Beute in andere Währungen zu überführen.
Deshalb veröffentlichte die Bundespolizei eine Liste von Wallet-Adressen. Diese Adressen hielten oder halten Gelder aus dem Diebstahl und werden laut Behörde von TraderTraitor betrieben oder stehen der Gruppe nahe. Sie nennen keine Person, erlauben aber die Nachverfolgung von Buchungen. Das FBI rief Kryptobörsen auf, Transaktionen von diesen Adressen zu blockieren.
Die Börse erklärte, sie wolle ihre Systeme untersuchen und stabilisieren.
Für Kundinnen und Kunden bedeutete dies zunächst keine Rückkehr zum Normalbetrieb. Binance öffnete einzelne Kryptowährungen und Netzwerke nach und nach wieder.
Nach eigenen Angaben hatte das Unternehmen bereits rund 95 Prozent der gestohlenen Kryptowährungen ersetzt.
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