Bei einer CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz in Berlin habe er angekündigt, der Partei eine gemeinsame Kandidatin der politischen Mitte vorzuschlagen. Das berichtete t-online unter Berufung auf Teilnehmer, die der Deutschen Presse-Agentur davon erzählt hatten.
In den 77 Jahren des Bestehens der Bundesrepublik habe es noch nie eine Bundespräsidentin gegeben. Alle zwölf bisherigen Staatsoberhäupter seien Männer gewesen.
Diese entscheidet am 30. Januar über die Nachfolge Steinmeiers. Union und SPD verfügen in der Versammlung über eine Mehrheit von etwa 50 Stimmen. Merz wolle auch die Grünen in die Kandidatensuche einbeziehen.
Nach Einschätzung von t-online dürften diese Männer nun keine Chance mehr haben.
Vorher will Merz mit den Landesvorsitzenden der CDU und mit der CSU sprechen. Ziel sei ein gemeinsamer Vorschlag der Unionsparteien, der auch mit der SPD abgestimmt sein solle, die man für eine Mehrheit zwingend brauche. Nun stellt sich die Frage, ob die CDU den Vorschlag der kleineren Schwesterpartei mittragen oder eine Frau aus den eigenen Reihen durchsetzen will. Ingo F. aus Dresden erklärte, er habe nichts gegen Aigner. Bastian Ernst, Bundestagsabgeordneter und Kreisvorsitzender in Oldenburg-Land, wurde deutlicher: Aigner wäre in jeder Hinsicht eine sehr geeignete Bundespräsidentin. Christian C.
Beim Tag der offenen Tür im Kanzleramt hatte er auf eine Bürgerfrage gesagt, er könne sich sehr gut vorstellen, dass 2027 erstmals eine Frau zur Bundespräsidentin gewählt werde, und das wäre gut. Danach legte er sich monatelang nicht fest. Im April brachte CSU-Chef Markus Söder Aigner ins Gespräch. InstaNews hatte am 1. November über scharfe Kritik von CDU-Kreisvorsitzenden an der Parteiführung berichtet.
Die Ansage des Kanzlers zur Präsidentenfrage war auf der Konferenz in Berlin zwar die große Nachricht. Die Kreisvorsitzenden interessierten sich aber eher für andere Themen, etwa die Entlastung der Bürger und die Einbindung der Parteibasis in Entscheidungen. Außerdem beschäftigte sie die Frage, wie die CDU als Volkspartei bestehen kann.
Frank B., CDU-Kreisvorsitzender in Oberhavel, sagte der dpa, es brodle an der Basis. Zu einem Aufstand der Basis kam es aber nicht. Ein Kreisvorsitzender aus dem Südwesten erklärte der dpa, wer auf einen Umsturz gehofft habe, werde enttäuscht.
Bastian Ernst sagte, die CDU habe ein Stück weit das Vertrauen verloren und müsse sich daher damit beschäftigen, wie sie sich neu aufstelle.
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