Volkswagen hat die Schwelle für die Boni seiner Führungskräfte offenbar deutlich gesenkt. Wie n-tv unter Berufung auf den „Spiegel“ berichtet, erhalten Finanzchef Arno Antlitz und das gesamte Management den vollen Bonus für diese Kennzahl inzwischen schon bei einer Rendite von 3,8 Prozent. Das Magazin stützt sich dabei auf interne Konzerndokumente.
Im Sommer hatte sich der VW-Vorstand von der Rendite des Konzerns enttäuscht gezeigt. Laut „Spiegel“ ist genau dieser Wert jedoch die Schwelle, ab der Antlitz und das Management ihren vollen Bonus für diese Kenngröße bekommen.
Vor einem Jahr hätten 3,8 Prozent Rendite nur für die Hälfte der Bonuskomponente gereicht. In diesem Jahr genügten sie für den vollen Bonus. Damals sei für den vollen Bonus noch eine Rendite von 5,8 Prozent Pflicht gewesen. Das Maximum von 175 Prozent werde nun bereits bei 5,8 Prozent erreicht, hieß es. Für die gesamte Bonusberechnung seien außerdem weitere Kennzahlen relevant.
Ein Sprecher des VW-Aufsichtsrats wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern.
Der Bericht erscheint in einer Phase, in der Volkswagen um schärfere Sparmaßnahmen ringt. Bei der Volkswagen AG sollen bis 2030 rund 12.000 weitere Stellen wegfallen. Hinzu kommt der bereits beschlossene Abbau von 35.000 Jobs bis zum Ende des Jahrzehnts.
InstaNews hatte am 29. Oktober über den Verlust von 5,8 Milliarden Euro im dritten Quartal berichtet, der vor allem auf eine Abschreibung bei Porsche zurückging. Der Konzern will mit einem Sparplan 31 Milliarden Euro einsparen.
Teaser: Volkswagen hat einem Bericht des „Spiegel“ zufolge die Schwelle für die Manager-Boni deutlich gesenkt. Demnach bekommt die Konzernführung schon bei einer Rendite von 3,8 Prozent den vollen Bonus, obwohl der Konzern massiv sparen muss.
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