Volkswagen hat im dritten Quartal einen Verlust von 5,8 Milliarden Euro nach Steuern gemacht. Wie der NDR berichtet, teilte der Konzern die Zahlen am heutigen Tag mit. Hauptgrund sei die Krise bei Porsche.
Zwischen Juli und September wurden 1,88 Millionen Fahrzeuge verkauft, im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres waren es 2,2 Millionen. Das Minus ist mehr als fünfmal so hoch wie im Vorjahresquartal, als der Verlust bei 1,07 Milliarden Euro lag. Eine Größenordnung dieser Art habe es bei VW nur während des Dieselskandals gegeben.
Wesentlicher Grund für das Minus seien sogenannte Einmaleffekte.
Insgesamt sollten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen.
Dirk Dohse vom Kiel Institut für Weltwirtschaft sagte, ohne eine drastische Senkung der Personalkosten sei es nicht möglich, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie zurückzugewinnen. Die Kosten müssten jedoch nicht allein bei den Arbeitnehmern gesenkt werden, so Dohse.
Ingo Speich von Deka Investments zeigte sich nach eigenen Worten nicht überrascht. Es habe Sondereffekte gegeben, die eher rückwärtsgewandt seien.
Der VW-Betriebsrat und die IG Metall wollen Werksschließungen verhindern. Nachdem Volkswagen in der Vorwoche eine Transfergesellschaft ins Spiel gebracht habe, stünden die Zeichen laut IG Metall auf Eskalation. Die VW-Aktie stieg am heutigen Morgen. Anfang Juli war sie im Dax mit rund 69 Euro auf das tiefste Niveau seit 2010 gefallen.
Bereits im Sommer hatte VW schlechte Halbjahreszahlen vorgelegt und den Ausblick für das Gesamtjahr nach unten korrigiert.
Die Modellpalette der Marken Skoda, Cupra und VW treffe offenbar den Geschmack der Kundschaft in Europa.
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