Die Weltreise des Kreuzfahrtschiffs „Odyssey“ ist in Kambodscha vorzeitig zu Ende gegangen, wie n-tv berichtet.
Die Reise war über mehrere Jahre angelegt. Danach hätte das Schiff erneut um die Welt fahren sollen, Dauergäste hätten dann an Bord bleiben können. Zwei Jahre lang war die „Odyssey“ für ihre Bewohner ein festes Zuhause auf den Weltmeeren. Gestartet war sie im Oktober 2024 in Nordirland, vier Monate später als geplant, wegen Reparaturen.
Um gegenzusteuern, habe das Unternehmen nach eigenen Angaben versucht, langsamer zu fahren und länger in den Häfen zu bleiben. Dadurch sollte weniger Treibstoff verbraucht werden. Die Mehrkosten ließen sich so jedoch nicht auffangen.
Einige hatten ihr gesamtes Hab und Gut verkauft, um auf dem Meer zu leben. Das schilderte der stellvertretende Provinzgouverneur Long Dimanche. Er beklagte, zahlreiche ältere Menschen seien weit von ihrer Heimat entfernt und ohne Unterkunft zurückgelassen worden.
Das Konzept des Anbieters verbindet langfristige Weltreisen mit dem Komfort eines festen Zuhauses. Auf dem Schiff befanden sich außerdem mehr als 150 Crew-Mitglieder.
Am vergangenen Freitag kehrte es aus Thailand kommend zurück. In dieser Woche hätte es laut Fahrplan Richtung Vietnam ablegen sollen.
In der Firmenbroschüre sind die Wohnkabinen und Suiten als ständiger Wohnsitz mit umgerechnet 108.000 bis 395.000 Euro angegeben. Das Unternehmen erklärte, es wolle sich nun auf die Unterstützung der Bewohner, der Crew und der eigenen Mitarbeiter konzentrieren. Zugleich arbeite man in den nächsten 60 Tagen an einer Umstrukturierung und Rekapitalisierung. Das Ergebnis dieser Bemühungen sei völlig offen.
Passagier Randy C. Laut C. war die Reise von zahlreichen Problemen begleitet, die er jedoch nicht näher ausführte. war im Dezember 2025 knapp zwölf Tage bei einer Schnupperreise an Bord. Er fand an der Ausstattung des Luxusliners kaum ein gutes Wort und beschrieb sie als wenig stimmig. Dazu kamen nach seinen Worten viele technische Probleme, etwa fehlende Klimaanlagen oder WLAN. Damals habe er für sich entschieden, dauerhaft nicht auf der „Odyssey“ leben zu wollen.
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