Der Google-Mutterkonzern Alphabet hat im dritten Quartal 2026 seinen Umsatz erneut kräftig gesteigert, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Auf 127,6 Milliarden Dollar kletterte er, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres. Auch die Zahl der Suchanfragen nahm zu. Trotzdem sank der Gewinn, und mit ihm der Börsenkurs: Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen im nachbörslichen Handel verlor die Aktie bis zu zehn Prozent.
Mitverantwortlich waren Schwankungen beim Wert von Beteiligungen an anderen Unternehmen, etwa an SpaceX.
Der Konzern verdient weiterhin gut, doch nach Ansicht vieler Aktionäre hätte das Geschäft noch besser laufen können. Die Enttäuschung zeigte sich prompt im Kursrückgang.
Alphabet investiert in großem Maßstab in Künstliche Intelligenz. Für dieses Jahr plant der Konzern insgesamt 205 Milliarden Dollar für den Ausbau der Infrastruktur, also der Rechenzentren für den Betrieb von KI-Modellen. Im kommenden Jahr könnten es noch mehr werden.
Skeptisch sind Anleger deshalb zunehmend. Auch andere Technologiekonzerne beteiligen sich mit großen Summen am Wettlauf um Rechenkapazitäten. Ob sich diese gigantischen Investitionen irgendwann in entsprechende Gewinne umwandeln lassen, ist die große Frage.
Zudem stellt sich die Frage, ob KI bestehende Geschäftsmodelle beeinträchtigen kann. Außerdem werde der AI-Mode, die integrierte KI-Suchfunktion, immer beliebter.
Für Aktionäre ist diese Entwicklung allerdings nicht durchweg positiv.
Analyst Thomas Monteiro von Investing.com sagte der Agentur Bloomberg, das Quartal sei für Alphabet ein entscheidender Test. Entweder der Konzern finde einen Weg, KI profitabel zu machen, oder der Riese riskiere, in naher Zukunft seine Führungsposition in mehreren Kerngeschäften zu verlieren.
Die starken Schwankungen können nicht nur Einzelaktionäre treffen. Die Konzerne haben für viele ETFs eine große Bedeutung, die bei deutschen Privatanlegern sehr beliebt sind.
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