Die Bundesregierung hat dafür die Energiesteuer bis Ende Dezember um 14 Cent je Liter gesenkt, dazu kommt eine Senkung der Mehrwertsteuer um drei Cent. Daraus sollte sich an der Zapfsäule eine Ersparnis von 17 Cent ergeben.
Anja G. aus Oberhausen pendelt etwa 100 Kilometer nach Witten und zurück und tankt regelmäßig morgens vor der Arbeit. Die Bürokauffrau empfindet die Fahrt zur Tankstelle als belastend, mit Wut und Sorge. Den Tankrabatt hält sie für lächerlich. Bei zwei- bis dreimal Tanken im Monat ergebe sich für sie eine Ersparnis von sechs bis sieben Euro.
Am 28. Diesel sei krisenanfälliger, weil er für die Industrie wichtiger sei und auch als Ersatz für Gas genutzt werde. Unabhängig vom Tankrabatt sei der Rohölpreis zuletzt wieder gestiegen.
Die Antwort sei bisher nein. Die Mineralölwirtschaft bestreitet das.
Herbert Rabl, Pressesprecher des Tankstellen-Interessenverbands e.V., sieht den Tankrabatt insgesamt kritisch. Der Tankrabatt habe erreicht, was er erreichen wollte. Rabl äußerte allerdings, die Tankstellenverbände seien mit Tankrabatten aller Art nicht zufrieden, am Ende schluckten die Mineralölkonzerne noch etwas weg. Das Geld verdienten die Mineralölkonzerne, nicht die Tankstellenbetreiber.
Die Mineralölkonzerne weisen die Kritik zurück. Der Tankrabatt komme also vollständig bei den Tankkunden an. Als Gründe für die hohen Spritpreise nannte er die Entwicklungen in Nahost und den Ukrainekrieg.
Anja G. ist es nach eigenen Worten gleichgültig, weshalb der Sprit so teuer ist. Sie fordert, der Sprit solle wieder so günstig sein wie vor zwei, drei Jahren, Super für 1,60 Euro.
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