Der südkoreanische Batteriehersteller LG Energy Solution ist im dritten Quartal in die Verlustzone gerutscht. Wie die Agentur Yonhap berichtete, teilte das Unternehmen am Dienstag (3. November) mit, dass es in den drei Monaten bis September einen Nettoverlust von 296,9 Milliarden Won (221,3 Millionen US-Dollar) verbucht hat. Im selben Zeitraum des Vorjahres hatte es noch einen Nettogewinn von 536,1 Milliarden Won erzielt. Die Zahlen gehen aus einer behördlichen Offenlegung hervor, wie das Unternehmen erklärte.
Der operative Gewinn stieg dagegen um 25,7 Prozent auf 756 Milliarden Won, nach 601,3 Milliarden Won im Vorjahresquartal. Den Umsatz steigerte das Unternehmen um 59 Prozent auf 9,64 Billionen Won, zuvor waren es 6,06 Billionen Won. Nach Angaben des Unternehmens stützten vor allem die Lieferungen von Energiespeichersystemen (ESS) nach Nordamerika sowie der Absatz von Pouch-Batterien im mittleren und niedrigen Preissegment in Europa das Ergebnis. Diese Geschäfte hätten die Ertragslage trotz der anhaltenden Schwäche im Elektroauto-Sektor getragen.
LG Energy Solution profitierte im Quartal außerdem von Steuergutschriften in Höhe von 416,9 Milliarden Won. Sie stammen aus dem Programm Advanced Manufacturing Production Credit (AMPC) des US-amerikanischen Inflation Reduction Act. Ohne diese AMPC-Vorteile hätte der operative Gewinn im September-Quartal 339,1 Milliarden Won betragen.
Für die ersten neun Monate des Jahres meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 1,57 Billionen Won, nach einem Nettogewinn von 853,3 Milliarden Won im Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn sank in diesem Zeitraum um 54,9 Prozent auf 661,6 Milliarden Won, nach 1,47 Billionen Won ein Jahr zuvor. Der Umsatz legte dagegen um 26 Prozent auf 23,75 Billionen Won zu, nach 18,84 Billionen Won im Vorjahr.
Kommentare (0)