IG Metall lässt in der Metallindustrie erste Warnstreiks anrollen
Die Industriegewerkschaft (IG) Metall hat im Tarifkonflikt eine erste Warnstreikwelle gestartet. InstaNews hatte am 1. November über den Beginn erster Warnstreiks berichtet.
Die Ausstände folgten unmittelbar auf das Ende der sogenannten Friedenspflicht, in der keine Streiks erlaubt sind. Schon am Wochenende hatte es in einzelnen Betrieben mit Wochenend- und Nachtschichten kleinere Aktionen gegeben.
Die Ausstände sind zeitlich befristet, die Teilnehmer erhalten kein Streikgeld.
Die Arbeitgeber legten in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vor. Es sieht zunächst eine Einmalzahlung und im Juli 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent bei einer Laufzeit von 26 Monaten vor.
Die Redner auf den Warnstreikversammlungen verwiesen auf die zuletzt stark gestiegenen Verbraucherpreise.
In Hessen kritisierten die Arbeitgeber die Warnstreiks als unangebrachtes Säbelrasseln. Hessenmetall-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert sagte laut einer Mitteilung, Warnstreiks stoppten die Produktion, nicht aber den Kostendruck. Wer die Produktion unter diesen Bedingungen zusätzlich drosselt, gefährde die Standorte, deren Zukunft man gemeinsam sichern wolle. Gute Einkommen bräuchten eine wettbewerbsfähige industrielle Basis.
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