Warnstreiks seien daher unausweichlich, teilten die Gewerkschaften mit. Möglich sind sie ab diesem Sonntag (1. November), nach dem Ende der Friedenspflicht.
Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, ab November. Zudem verlangt sie Verhandlungen über die Sicherheit von Betrieben und Arbeitsplätzen. Darauf seien die Arbeitgeber nicht eingegangen.
Sie gilt allerdings nur bei Firmen mit ausreichender Profitabilität. Unternehmen mit weniger als 2,3 Prozent Rendite könnten die Zahlung verschieben oder streichen. Das beträfe nahezu die Hälfte der Unternehmen vor Ort. In Baden-Württemberg entspräche die Einmalzahlung 700 Euro.
Verhandlungsführer Thorsten Gröger sagte, damit werde der Flächentarifvertrag ausgehöhlt. Gröger warf den Arbeitgebern vor, ihre Wunschliste sei lang, ihr Angebot dagegen karg.
Die IG Metall Nordrhein-Westfalen bewertete das Paket der Arbeitgeber als verspätet und zu gering. Bezirkschef Knut Giesler sagte, die Laufzeit sei zu lang, und es stecke wenig Zukunft darin. Das Arbeitgeberangebot komme faktisch einer Minusrunde gleich und schwäche die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich.
Die übrigen Tarifgebiete, darunter Thüringen, Berlin-Brandenburg und Sachsen-Anhalt, sollen folgen.
Im Südwesten stimmt sich die Gewerkschaft bereits auf Warnstreiks ein. Auch vor den Verhandlungslokalen in anderen Tarifgebieten habe es Demonstrationen gegeben.
Erst wenn die Arbeitgeber selbst Beiträge leisteten, könne man in dieser Tarifrunde vorankommen, betonte Ott.
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