Der südkoreanische Schiffbaukonzern HD Hyundai verhandelt mit der US-Marine über den Umfang möglicher Aufträge, die in einer geplanten Werft in den Vereinigten Staaten gebaut werden sollen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch (28. Oktober) mit, wie Yonhap aus Seoul berichtete.
In der vergangenen Woche hatte HD Hyundai eine Vereinbarung mit dem US-Ingenieur- und Bauunternehmen Kiewit unterzeichnet. Ziel ist die Gründung eines Joint Ventures für den Bau einer neuen Werft in den Vereinigten Staaten. Der Baubeginn ist für das kommende Jahr geplant, der Vollbetrieb soll 2029 aufgenommen werden.
Jeong Woo-man, eine Führungskraft der Schiffbausparte HD Hyundai Heavy Industries, sagte im Rahmen einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen, der Umfang der US-Investitionen hänge davon ab, wie viel Auftragsvolumen gesichert werden könne. Die Gespräche mit der US-Regierung und der Marine seien im Gange.
Angestrebt würden Aufträge für Hilfsschiffe, etwa einen CONSOL-Tanker oder ein Roll-on-roll-off-Schiff. Bei Kampfschiffen seien nach Jeongs Worten weitere Gespräche nötig. Eine lokale Produktionsbasis sei notwendig, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu gewinnen, sagte er.
HD Hyundai erwartet von dem Joint Venture einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg, die Stellung als strategischer Partner der US-Schiffbauindustrie zu stärken. Der Konzern will zudem zum Ausbau der Schiffbaukooperation zwischen Südkorea und den USA beitragen. Gleichzeitig bestätigte HD Hyundai, dass es sich an Südkoreas Vorhaben beteiligen möchte, ein atomgetriebenes U-Boot zu bauen. Dabei zeichnet sich ein Rennen mit dem Rivalen Hanwha Ocean ab.
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