Ein australisch-österreichisches Forschungsteam hat im Fachjournal Nature Plants untersucht, wie sich die Landpflanzen in den vergangenen 130 Millionen Jahren entwickelt haben. Wie die Salzburger Nachrichten berichten, kommt das Team zu dem Ergebnis, dass Aussterben und Entstehen neuer Pflanzenarten größtenteils während zweier Zeiträume mit extrem warmem Klima stattfanden.
In den vergangenen 140 Millionen Jahren gab es laut der Studie zwei ausgeprägte Warmzeiten.
Vor allem kam es zu einer explosionsartigen Zunahme der Pflanzenvielfalt.
Damals begannen sie, ältere Pflanzengruppen zu verdrängen, darunter nacktsamige Pflanzen wie Nadelbäume, Ginkgos und Palmfarne, die zuvor 200 Millionen Jahre lang das Land beherrscht hatten.
Dass das Klima bei diesem Wandel eine wichtige Rolle spielte, war anzunehmen. Um diese gravierenden Verzerrungen zu überwinden, wandte das Team spezielle Methoden an und schätzte auf dieser Basis die Vielfalt fossiler Pollen und Sporen ab.
Kühlere Klimaphasen waren laut Mays von geringen Veränderungen geprägt. Die Warmphasen seien nicht nur wärmer gewesen, sondern hätten auch stärkere Niederschläge gebracht, was den Wandel in allen Pflanzengruppen gefördert habe. Die Umbrüche wirkten sich laut Mays auch auf die Insekten aus. Die erhöhten Evolutionsraten bei Pflanzen und Insekten hätten wahrscheinlich in einem kausalen Zusammenhang gestanden, da sich zahlreiche Nischen für bestäubende Insekten eröffnet hätten. Beide Perioden des Umbruchs dauerten jeweils einige Millionen Jahre.
Für die Gegenwart sieht Mays wenig Anlass zu Optimismus. Ausgestorbene Arten würden zwar irgendwann durch neue ersetzt, doch dafür mehrere Millionen Jahre zu warten, werde sich wohl kaum jemand gefallen lassen. Der Artenverlust sei heute bereits zu verhindern, indem der Ausstoß von CO2 durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe gestoppt werde.
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