Fachärztinnen und Fachärzte sprechen sich in Österreich für mehr Früherkennung von Diabetes aus. Auch die Patienten-Interessenvertretung "Wir sind Diabetes" verlangte flächendeckende Antikörper-Bluttests zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes. Der Weltdiabetestag findet am 14. November statt, wie die Salzburger Nachrichten berichten.
In Österreich leben nach Angaben der Quelle mehr als 800.000 Menschen mit Diabetes mellitus. Die meisten haben Typ 1 oder Typ 2, daneben gibt es seltenere Formen. Nur was man erkenne, könne man therapeutisch angehen und langfristig versuchen, Komplikationen zu verhindern. Sourij warnte zudem vor rund 500 schwerwiegenden Majoramputationen oberhalb des Sprunggelenks, die in Österreich jährlich als Folge von Diabetes vorgenommen werden.
Sourij erläuterte, dieser Wert zeige, wie hoch der Blutzucker in den vergangenen zwei bis drei Monaten war. Bei einem Prädiabetes solle der Test jährlich erfolgen, da das Risiko eines Fortschreitens groß sei.
Maria Fritsch, Vorsitzende des Ausschusses Pädiatrie der ÖDG, berichtete, dass im Blut diabetesspezifische Antikörper identifiziert wurden. In diesen Stadien haben Patienten die Antikörper, sind klinisch aber noch nicht symptomatisch.
Diese Patienten seien kritisch krank, die Sterblichkeit sei sehr hoch.
Deshalb sei ein flächendeckendes Screening wichtig. Er setzte sich außerdem für Sensorsysteme zur Blutzuckermessung ein, da diese durch die ständige Analyse Sicherheit beim Schlafen und Sport geben. Julia Mader, Erste Sekretärin der ÖDG, sah bei der Erstattung und Verfügbarkeit neuer Systeme der Diabetestherapie in Österreich Nachbesserungsbedarf.
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