Interessierte Mitglieder könnten sich anmelden, um in den kommenden beiden Wochen am Sitz des Weltverbands in Zürich die Unterlagen einzusehen.
Oktober innerhalb der gesetzten Frist beantwortet werden konnten. Eine Antwort solle aber in angemessener Zeit folgen.
Umfangreiche Antworten hatte die UEFA unter anderem zu Infantinos persönlichem Vergütungspaket verlangt.
Infantino hatte den Plan im Sommer nach breitem Widerstand aufgegeben.
Der Verband wies ein Fehlverhalten zurück.
Die FIFA solle diese zusätzliche Steuerbelastung ausgleichen, habe Chiomento argumentiert. Auch für etwa ein Dutzend Mitarbeiter, die zur Vorbereitung der WM 2026 in die USA umziehen mussten, solle die FIFA die zusätzlichen Steuern übernehmen. Laut Dokumenten, die der „New York Times“ vorliegen, stimmten die anderen Mitglieder ohne weitere Diskussion schnell zu.
Pikant ist die Angelegenheit nach Darstellung der Zeitungen auch deshalb, weil die FIFA nach dem Korruptionsskandal 2015 eine Transparenzreform umgesetzt hat. Diese schreibt die Offenlegung der Bezüge der obersten Führungsriege vor. Die in Bangkok beschlossene Steuervergünstigung sei jedoch nie in den Unterlagen offengelegt worden, schrieb die „NYT“. Die FIFA erklärte gegenüber der Zeitung, alle internen Regeln, Prozesse und geltenden Gesetze seien eingehalten worden, und verwies auf eine unabhängige Überprüfung. Laut den Recherchen soll Chiomento unter anderem von Infantinos persönlichem Anwalt D. Zollinger beraten worden sein, obwohl innerhalb der FIFA-Verwaltung Bedenken bestanden haben sollen.
Bis zum 18. November haben Kritiker Zeit, offiziell einen Gegenkandidaten zu benennen. Auf einen solchen hatte sich die UEFA bislang nicht festgelegt.
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