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Männer leben im weltweiten Schnitt kürzer und verbringen mehr Lebenszeit mit Krankheit

Eine internationale Forschergruppe sieht bei Männern eine um 16 Prozent höhere Krankheitslast als bei Frauen. Geschlechterrollen und gesellschaftliche Männlichkeitsnormen spielen dabei nach ihrer Analyse eine Rolle.

Männer leben im weltweiten Schnitt kürzer und verbringen mehr Lebenszeit mit KrankheitSymbolbild
Foto: cottonbro studio · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Männer haben weltweit eine deutlich geringere Lebenserwartung als Frauen, obwohl sie mehr Geld und mehr Möglichkeiten zur medizinischen Versorgung haben
  • Männer in schlechten Lebensumständen, die ausgegrenzt werden oder unter starkem wirtschaftlichem Druck stehen, leben den Studien zufolge kürzer und ungesünder
  • In Deutschland erhalten Männer erst mit 45 Jahren die Vorsorgeuntersuchung gegen Prostatakrebs, ein vergleichbares Angebot für Männer fehlt

Männer haben im weltweiten Schnitt eine deutlich geringere Lebenserwartung als Frauen. Wie NDR-Autor Niels Walker berichtet, zeigt ein neuer Bericht, dass auch Geschlechterrollen und gesellschaftliche Normen die Gesundheit von Männern beeinflussen. Das scheint paradox: Männer haben im weltweiten Vergleich mehr Geld und mehr Möglichkeiten, medizinische Dienste in Anspruch zu nehmen, und sterben trotzdem früher.

Für Deutschland liegt der Wert bei 14 Prozent, für die Schweiz bei vier Prozent.

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Sie berücksichtigte dabei auch weitere Faktoren wie wirtschaftliche Unsicherheit, Armut und Bildung. Das Ergebnis: Nicht alle Männer sind gleich. Männer in schlechten Lebensumständen, Männer, die ausgegrenzt werden, etwa wegen ihrer Herkunft, Sprache oder sexuellen Orientierung, sowie Männer unter starkem wirtschaftlichem Druck führen den Studien zufolge ein kürzeres und ungesünderes Leben.

Die Forschenden fordern deshalb, soziale Aspekte bei Gesundheitsangeboten für Männer stärker zu berücksichtigen.

Zugleich warnt Walther davor, die Schuld allein den gesellschaftlichen Männlichkeitsvorstellungen zuzuschieben. Nicht alle traditionellen Männlichkeitsnormen seien grundsätzlich gesundheitsschädlich. Entscheidend sei, wie rigide sie vertreten würden, in welchem sozialen Kontext sie wirkten und welche individuellen Ressourcen zur Verfügung stünden. Berufsgruppen ohne diese Risiken wiesen eine deutlich höhere durchschnittliche Lebenserwartung auf.

Dem Lancet-Bericht zufolge verfügen Deutschland, Österreich und die Schweiz über gut ausgebaute Gesundheitssysteme. Dennoch gibt es auch hier erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern, wie Andreas Walther sagt. Männer seien deshalb keine homogene Bevölkerungsgruppe, und Präventionsmaßnahmen müssten stärker auf unterschiedliche Lebensrealitäten zugeschnitten werden.

In Deutschland sind Männer bei der geschlechtsspezifischen Versorgung im Nachteil. Für Männer gibt es kein vergleichbares Angebot. Erst mit 45 Jahren erhalten sie die Vorsorgeuntersuchung gegen Prostatakrebs. Eine persönliche Aufklärung und Untersuchung bei einem Urologen oder Andrologen können Männer auf eigenen Wunsch in Anspruch nehmen, das ist jedoch nicht verbreitet. Einige Praxen bieten eine sogenannte Jungensprechstunde an, um dies zu verbessern. Für Deutschland liegen laut den Studienautoren keine Einzelfallbetrachtungen einzelner Männergruppen vor.

In Nordamerika haben Männer mit geringem Einkommen und niedrigem sozialem Status den Studienautoren zufolge ein höheres Risiko, an Krebs oder Herzkrankheiten zu erkranken. Das führen sie auf eine schlechtere Versorgung mit gesunden Lebensmitteln sowie auf hohen Tabak- und Alkoholkonsum zurück.

Zur psychischen Gesundheit untersuchten die Forschenden die Ursachen bei Geflüchteten aus dem Nahen Osten und Nordafrika. Geflüchtete Männer, die dort meist in einer patriarchalischen Gesellschaft aufgewachsen seien, gerieten unter dauerhaften Stress, weil sie ihre Familien, von denen sie getrennt wurden, nicht versorgen und beschützen könnten. Die Folgen seien unter anderem Depressionen oder eine posttraumatische Belastungsstörung. Ebenso träten Aggression, Selbstverletzung und Drogenmissbrauch auf.

Mühlichen schließt sich dieser Einschätzung an, bemängelt aber, dass biologische Einflussfaktoren kaum berücksichtigt worden seien. Außerdem sei eine Studie nicht einbezogen worden.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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