Der Druck sei enorm, sagte der Professor der Humboldt-Universität. Wohnungsnot, Kürzungen im Bildungsbereich, die Wehrpflichtdebatte und ein gesellschaftlicher Rechtsruck kämen zusammen. Die jungen Menschen wollten erreichen, dass ihre politischen Erfahrungen und Zukunftserwartungen gehört werden.
An den übrigen Orten erklärte sich dieses Team nicht für Inhalt und Organisation zuständig, weist auf seiner Website jedoch auf die Veranstaltungen hin und ruft zur Teilnahme auf.
Der Jugendforscher Kilian Hampel verweist darauf, dass Themen wie Krieg, Inflation und die Entwicklung des Arbeitsmarkts junge Menschen im Generationenvergleich eher pessimistisch stimmen. Die Initiative habe sich viel vorgenommen und merke nun, welcher Aufwand dahintersteckt. Eine vergleichbare gemeinsame Konfliktlinie sehe er bei „Gen Z regelt“ bislang nicht.
Aus der Vielzahl der Forderungen ergebe sich nach Auffassung Volks noch nicht automatisch ein großes Protestpotenzial. Volk verwies auf Spanien, wo der Fall einer 87-jährigen Frau, die aus ihrer Wohnung vertrieben worden war, zu Massenprotesten geführt hatte. In Frankreich werde der Schülerprotest auch von Eltern, Lehrern und Gewerkschaften getragen. Eine so breite Verankerung sehe er in Deutschland momentan nicht. Zudem habe Frankreich eine ganz andere Tradition bei konfrontativen Protestformen. Anders als Deutschland sei Frankreich nicht föderalstaatlich organisiert, sodass die nationale Regierung direkt adressiert werden könne, die auch für Bildung zuständig sei.
Der Staat müsse konkrete Gefahren abwehren, zugleich habe er die Aufgabe, die Versammlungsfreiheit zu schützen.
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