Im Tessin haben sich vier Menschen mit dem Chikungunya-Virus angesteckt, ohne dass sie kürzlich in ausländische Gebiete gereist wären, in denen das Virus kursiert. Wie SRF berichtet, handelt es sich um die erste lokale Übertragung des Erregers in der Schweiz.
Bei allen vier Betroffenen sei der Verlauf günstig.
Chikungunya wird von Mücken der Gattung Aedes übertragen, zu der auch die asiatische Tigermücke zählt. Einheimische Mückenarten könnten das Virus nicht weitergeben. Laut WHO stammt der Name der Krankheit aus der Sprache der Makonde in Tansania. Er bedeute etwa so viel wie „krumm gehend“ und spiele auf die gebückte Haltung an, zu der starke Gelenkschmerzen führen.
Teils tritt ein Hautausschlag auf. Die Infektion verlaufe meist harmlos, die Gelenkschmerzen könnten jedoch wochen- bis monatelang anhalten. Schwere Verläufe seien selten und beträfen vor allem ältere oder vorerkrankte Menschen.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) registrierte von Januar bis August 2026 insgesamt 55 Chikungunya-Infektionen bei Reiserückkehrern. Das BAG schreibt auf seiner Website, lokale Übertragungen seien möglich. Diese Mücke könne das Virus anschließend auf weitere Menschen übertragen.
Seit April 2026 ist in der Schweiz der Impfstoff Vimkunya für Personen ab zwölf Jahren zugelassen. Sie werde vielmehr bei Reisen in aktuelle Chikungunya-Ausbruchsgebiete empfohlen.
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