Südkorea hat im September einen Leistungsbilanzüberschuss von 61,46 Milliarden US-Dollar erzielt und damit den höchsten Monatswert seiner Geschichte. Wie Yonhap am Donnerstag (5. November) unter Berufung auf Daten der Zentralbank Bank of Korea berichtete, lag der Wert über dem bisherigen Höchststand von 49,73 Milliarden Dollar, der im Juni erreicht worden war. Im August hatte der Überschuss noch bei 46,11 Milliarden Dollar gelegen. Als Hauptgrund nannte die Quelle starke Exporte von Halbleitern.
Gegenüber September des Vorjahres stieg der Überschuss von 14,22 Milliarden Dollar deutlich an. In den ersten neun Monaten des Jahres summierte sich der Leistungsbilanzüberschuss auf insgesamt 340,66 Milliarden Dollar, nach 83,89 Milliarden Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Südkorea weist seit Mai 2023 jeden Monat einen Überschuss aus. Der August war der 41. Monat in Folge, in dem die Bilanz im Plus lag.
Auch für das Gesamtjahr 2025 meldete die Zentralbank einen Rekord. Der Überschuss betrug 123,05 Milliarden Dollar und übertraf damit den bisherigen Höchstwert von 105,1 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2015.
Treiber der Entwicklung war der Warenhandel. Die Warenbilanz schloss im September mit einem Überschuss von 62,75 Milliarden Dollar, ebenfalls ein Rekordwert. Die Exporte schnellten gegenüber dem Vorjahresmonat um 92,4 Prozent auf 130,72 Milliarden Dollar, während die Importe um 29,4 Prozent auf 67,97 Milliarden Dollar zunahmen.
Die übrigen Teilbilanzen entwickelten sich unterschiedlich. Die Primäreinkommensbilanz wies einen Überschuss von 2,65 Milliarden Dollar aus, nachdem die Erträge aus Beteiligungen gestiegen waren. Die Dienstleistungsbilanz verzeichnete dagegen ein Defizit von 3,35 Milliarden Dollar, nach 1,68 Milliarden Dollar im Vormonat. Das Minus vergrößerte sich laut Zentralbank wegen des wachsenden Reisedefizits und höherer Zahlungen für geistiges Eigentum. Die Sekundäreinkommensbilanz schloss mit einem Defizit von 590 Millionen Dollar.
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