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Mutmaßliche Mafia-Gruppe Tolhildan soll auch in Basel aktiv sein

SRF Investigativ berichtet über die Tolhildan, eine junge Gruppe, die laut Recherche mit Waffen und Kokain handelt, Schutzgeld erpresst und Konflikte mit Gewalt löst.

Mutmaßliche Mafia-Gruppe Tolhildan soll auch in Basel aktiv seinSymbolbild
Foto: ValynPi14 · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • SRF Investigativ berichtet nach mehrmonatiger Recherche, die Tolhildan sollen mit Waffen und Kokain handeln, Schutzgeld erpressen und illegales Glücksspiel betreiben
  • Die Tolhildan sollen laut SRF seit spätestens diesem Sommer mit den Daltons zusammenarbeiten, die in Berlin, Mannheim und Nordrhein-Westfalen Ladenlokale angegriffen haben sollen
  • Fedpol bestätigte die Recherche, Bundeskriminalpolizei-Chef Markus Gisin sprach von punktueller Zusammenarbeit beider Gruppen in der Schweiz

Die Tolhildan sollen mit Waffen und Kokain handeln, Schutzgeld erpressen und illegales Glücksspiel betreiben. Das berichtete SRF Investigativ nach einer mehrmonatigen Recherche. Konflikte mit verfeindeten Gruppen würden mit Gewalt gelöst. Die Mitglieder zeigten sich auf Social Media offensiv und posierten mit Waffen. Der Sender bezeichnet die Gruppe als neue Generation der sogenannten Gen-Z-Mafia in der Schweiz.

In Basel soll sich die Gruppierung in einem Kellerlokal getroffen haben. Zudem stünden sie der kurdischen Untergrundorganisation PKK nahe.

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Nach seiner Einschätzung geht die Gruppe über das hinaus, was üblicherweise unter organisierter Kriminalität verstanden wird.

Seit spätestens diesem Sommer arbeiten die Tolhildan laut SRF mit den Daltons zusammen, einer einst als Strassengang aus Istanbul entstandenen Gruppe. Die Daltons sollen seit Monaten mit Anschlägen auf Ladenlokale in deutschen Städten wie Berlin und Mannheim sowie in Nordrhein-Westfalen für Schrecken sorgen. Das Bundesamt für Polizei Fedpol bestätigte die Recherche. Markus Gisin, Chef der Bundeskriminalpolizei, sagte, die Zusammenarbeit der beiden Gruppierungen sei bekannt. Sie gebe es in der Schweiz punktuell.

Nach einer stärkeren Strafverfolgung in der Türkei seien viele ranghohe Mitglieder nach Westeuropa geflohen. Ihr Anführer sitze mutmasslich in Russland und steuere die Gruppe von dort aus.

Er gelte als wichtiger Akteur auf dem europäischen Kokainmarkt, laut Medienberichten suche ihn Interpol seit Jahren. Auf dem Foto sitzt der mutmassliche Schweizer Anführer S. in der Mitte. Entstanden sei es in einem Restaurant im Kanton Aargau.

SRF konfrontierte S. telefonisch mit dem Treffen. In der Türkei sei dieser als wohltätiger Geschäftsmann geschätzt. Die Bilder zeigten jedoch nur Männer und keine Braut. S. erklärte, er sei nicht kriminell. Er habe für die PKK gekämpft, sei jedoch 2018 mit der Untergrundorganisation gebrochen. Die Anschuldigungen seien absurd und haltlos.

Über Telegram stiess SRF auf mehrere sogenannte Waffenshops, die offenbar von den Daltons betrieben werden. Im Angebot seien Pistolen aus dem 3D-Drucker, mutmasslich in der Türkei hergestellt, sowie Kalaschnikows und ein Maschinengewehr. Waffenexperten schätzten diese als echt ein. Die Shops verschwinden nach kurzer Zeit, neue tauchen auf.

Die Bundeskriminalpolizei sieht die Strafverfolgung als Herausforderung. Gisin sagte, oft steuerten Personen im Ausland das Geschehen, in der Schweiz werde der Transport oder die Logistik übernommen. Die Behörden arbeiteten daher eng mit ausländischen Partnerbehörden zusammen, insbesondere mit Europol. Konflikte zwischen verfeindeten Gruppen würden teilweise mit Schusswaffen ausgetragen, dabei gebe es eine hohe Gewaltbereitschaft. Die Waffen könnten auch unbeteiligte Dritte gefährden. Konkrete Fälle nannte Gisin nicht. SRF konnte nicht verifizieren, ob auch die Tolhildan an solchen Vorfällen beteiligt sind.

Güven warnt, die Behörden in der Schweiz, in Deutschland und in der Türkei müssten zusammenarbeiten, um der Gruppierung beizukommen. Andernfalls destabilisierten sie die europäische Gesellschaft. Für die Recherche wertete SRF Investigativ über mehrere Monate öffentliche Social-Media-Profile aus. Das Team sichtete Dokumente und führte vertrauliche Gespräche. Hinter den Erkenntnissen stünden immer mindestens zwei voneinander unabhängige Quellen.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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