Arbeitgeberchef verlangt von Schweitzer Eile bei Rente und Arbeitszeit
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger drängt den neuen Arbeitsminister Alexander Schweitzer zu raschem Handeln bei der Rentenreform und beim Arbeitszeitgesetz. Er spricht sich für das Ende der abschlagsfreien Rente aus und lehnt höhere Beiträge ab.
Nach dem Rücktritt von Arbeitsministerin Bärbel Bas verlangt Dulger von deren Nachfolger mehr Tempo. Bas hatte ihre Rentenreform zuvor als fast fertig bezeichnet, wie n-tv berichtet. Dulger fordert nun, dass Schweitzer, der der SPD angehört, diesen Eindruck rasch bestätigt.
Dulger äußerte sich gegenüber dem Portal t-online. Der Minister wirke auf ihn wie jemand, der Aufgaben gern zügig anpackt.
Die Zeit drängt, so Dulger. Insgesamt dauere die Debatte über die Rentenreform aus seiner Sicht zu lange an. Irgendwann sei die Zeit des Diskutierens vorbei. Seine Geduld neige sich dem Ende entgegen.
Konkret dringt Dulger darauf, an dem Aus für die Rente mit 63 festzuhalten. Sie koste die Rentenversicherung jedes Jahr mehrere Milliarden Euro. Diese Menschen fehlten dann auf dem Arbeitsmarkt.
Den Vorschlag, die abschlagsfreie Rente für Versicherte mit 45 Beitragsjahren beizubehalten und stattdessen die Rentenbeiträge zu erhöhen, lehnt Dulger ab. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hatte diesen Weg unlängst erwogen. Höhere Beiträge und damit noch höhere Sozialabgaben wären nach Dulgers Worten jedoch die schlechteste aller Ideen.
Damit würden Wachstum und Beschäftigung ausgebremst.
Zum Arbeitszeitgesetz erklärte Dulger, die Reform müsse kommen. Das Gesetz soll statt einer täglichen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit einführen. Bundesminister Schweitzer sei hier in der Pflicht.
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