Forschende der Universität Graz haben nun neu berechnet, wie stark das Klimaphänomen zusammen mit den vom Menschen verursachten Emissionen die Erderhitzung antreibt, wie die Salzburger Nachrichten berichten.
Für 2027 rechnen die Forschenden mit rund 1,8 Grad.
Damals hatten die Berechnungen für 2026 ein Plus von 1,62 Grad Celsius ergeben, für 2027 eines von 1,71 Grad. Die Entwicklung im kommenden Jahr sei zwar durch El Niño bedingt, heißt es in der Aussendung der Universität vom Freitag.
Ungewöhnlich sei, dass nach einer extremen Situation wie im Jahr 2026 keine Atempause folge, weil das Klimaphänomen genau dies verhindere. Die Berechnungen hat der Klimaphysiker gemeinsam mit einem Dissertanten durchgeführt.
Zeitgleich verhandelt die Politik in Antalya bei der UNO-Klimakonferenz COP.
Die Folgen sind laut den Angaben bereits an der amerikanischen Westküste spürbar, wo heftige Regenfälle niedergingen. In Peru lösten sie schwere Überschwemmungen und Erdrutsche aus. In Mitteleuropa werde sich die Entwicklung bis in den Herbst 2027 auswirken.
Besonders hart trifft das Phänomen nach Einschätzung Kirchengasts Afrika. Wegen der globalen Verflechtungen werde das auch Europa zu spüren bekommen.
Fachlich sei es eindrucksvoll, die Entwicklung schon ein Jahr im Voraus zu kennen, schrieb Kirchengast. Zugleich sei es sehr traurig, die vermeidbaren Verluste und Schäden kommen zu sehen. Die Dringlichkeit des Klimaschutzes könne klarer nicht sichtbar werden.
Die Ergebnisse stehen als Teil des Datensatzes ClimTrace3.0 öffentlich zur Verfügung, über das Webportal Graz Climate Change Indicators.
Kommentare (0)