Die Zahl der Drohnenalarme an deutschen Flughäfen steigt weiter. Gesichtet und gemeldet wurden die Objekte meist von Piloten, Tower-Lotsen oder Sicherheitskräften.
Am stärksten betroffen ist in diesem Jahr der Flughafen Köln/Bonn mit 41 Behinderungen. Am Airport Frankfurt am Main, dem Flughafen mit den meisten Passagieren in Deutschland, wurden bisher 33 Drohnenalarme gezählt, in München 22. Nicht immer lässt sich klären, ob tatsächlich eine Drohne im Spiel war. Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung erklärte, Drohnenmeldungen stellten die Luftverkehrskontrolle regelmäßig vor Herausforderungen. Abhängig von der Lage könnten die Maßnahmen zu Verzögerungen, geänderten Anflugverfahren oder vorübergehenden Einschränkungen des Flughafenbetriebs führen. Jeder Drohnenalarm werde aus Sicherheitsgründen ernst genommen.
In der Nacht auf den 5. Der Flugbetrieb wurde vorübergehend eingestellt. Wegen der gesperrten Landebahn musste sie durchstarten und wurde nach Hannover umgeleitet.
Nicht jede Störung hat einen solchen Hintergrund. Anfang Oktober des vergangenen Jahres kam es am Flughafen München an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu Drohnensichtungen und massiven Einschränkungen. Er forderte, ab sofort müsse gelten, Drohnen abzuschießen statt zu warten.
Piloten müssten von den Fluggesellschaften besser auf eine vorübergehende Sperrung des Luftraums vorbereitet werden. Bei Verdacht auf eine Drohne in der Nähe solle zunächst die Geschwindigkeit reduziert werden, denn die Aufprallenergie steige mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Cockpit fordert geeignete Maßnahmen zur Drohnenabwehr, von elektronischen Störmaßnahmen bis zum Abschuss. Dort sollen sich bis zu 100 Einsatzkräfte auf den Abwehrkampf gegen feindliche Drohnen vorbereiten, auch um den Münchner Flughafen zu schützen.
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