Die Zahl der Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz dürfte bis 2035 um rund acht Prozent sinken. Gleichzeitig wird die Zahl der Studierenden an Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen voraussichtlich um gut einen Fünftel steigen, wie SRF News Schweiz berichtet.
Das Bundesamt für Statistik (BFS) geht davon aus, dass die Zahl bis etwa 2040 weiter zunimmt.
Jacques Babel, Leiter der Abteilung Bildungsperspektiven beim BFS, nennt mehrere Gründe für das Wachstum. Die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 2003 und 2018 führten dazu, dass mehr junge Menschen das typische Studienalter erreichten. Dieser Faktor erkläre jedoch nur rund ein Drittel der Zunahme.
Babel zufolge werden Schweizer Hochschulen auch attraktiver. Immer mehr junge Menschen erwerben nach der Grundausbildung die Berufsmaturität und wechseln an eine Fachhochschule. Zudem steige die Zahl der Personen mit gymnasialer Maturität.
Auch aus dem Ausland kommen mehr Studierende in die Schweiz. Diese Entwicklung dürfte nach Einschätzung von Babel in den kommenden Jahren anhalten. Besonders auf der Masterstufe beobachte das BFS eine zunehmende Zahl ausländischer Studierender. Bis 2035 rechnet es dort mit über einem Drittel mehr ausländischen Studierenden.
Swissuniversities fordert wegen des erwarteten Anstiegs zusätzliche finanzielle Mittel. Damit sollen die Hochschulen den Anstieg der Studierendenzahlen und der Kosten bewältigen sowie die Qualität ihrer Leistungen sichern.
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