Nach technischen Problemen bei der Umstellung auf digitale Funktechnik kommt das Projekt beim Heer nach Angaben des Verteidigungsministeriums und der Industrie voran. Verteidigungsminister Boris Pistorius habe nach Tests unter Realbedingungen und einem Treffen mit beteiligten Industrievertretern in Berlin erklärt, das System funktioniere, berichtet n-tv.
Im vergangenen Jahr hatte Pistorius Schwierigkeiten bei der Umrüstung eingeräumt. Genannt worden seien Softwarefehler, lange Übertragungszeiten und Probleme beim Zusammenspiel einzelner Softwarekomponenten. Auch Tests zur Reichweite seien unbefriedigend ausgefallen.
Bei dem Vorhaben „Digitalisierung Landbasierte Operationen“ (D-LBO) sollen nicht nur alte Funkgeräte ersetzt werden. Soldaten, Fahrzeuge und Gefechtsstände sollen unter anderem Lagekarten, Positionsdaten und Befehle in Echtzeit austauschen können.
Ursprünglich war geplant, bis Ende 2027 eine erste Division umzurüsten. Bis dahin sollen ungefähr 10.000 Fahrzeuge mit der neuen Technik ausgestattet sein. Pistorius sagte, alle Verantwortlichen hätten ihm versichert, das Projekt liege auf dem besten Weg. Die Industrie halte an ihrer Zusage fest, die Division 2025 bis 2027 mit D-LBO-Technik auszustatten.
Dafür wurde die 10. Panzerdivision umgegliedert. Der Deutschlandchef des Rüstungskonzerns KNDS, Florian Hohenwarter, bestätigte, die Brigade solle bis Ende 2027 umgerüstet werden.
Breuer habe unter anderem die Datenübertragung, die Reichweite und die Sprachqualität gelobt.
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