Indonesiens Präsident Prabowo Subianto hat am Montag (12. Oktober) eine Verstärkung der Löscharbeiten gegen die anhaltenden Wald- und Landbrände angeordnet. Bei einem Treffen habe er den optimalen Einsatz der verfügbaren Ressourcen verlangt, berichtete CNA Asia. Schwerpunkte sind die Provinzen Zentralkalimantan und Südsumatra.
Nach Angaben von Kabinettssekretär Teddy Indra Wijaya unterstützten mehr als 60.000 Einsatzkräfte die Bodenoperationen. Die gemeinsamen Teams aus Militär, Polizei und weiteren Behörden könnten nach Angaben von Koordinationsminister Dudung Abdurachman bis zu 692 Hektar pro Tag abdecken. Das Personal solle regelmäßig ausgetauscht werden, um eine übermäßige Erschöpfung zu verhindern.
Die Bodenoperationen seien umfangreicher als die Einsätze aus der Luft, sagte Dudung nach dem Treffen im Präsidentenpalast. Einige Gebiete seien wegen des extrem dichten Rauchs nur schwer mit Hubschraubern erreichbar. Hilfsangebote aus Malaysia und Singapur seien bei dem Treffen nicht zur Sprache gekommen, sagte Dudung laut der Nachrichtenagentur Antara.
Der malaysische Vizepremier Ahmad Zahid Hamidi hatte zuvor erklärt, sein Land habe Indonesien ein Löschflugzeug, drei Hubschrauber sowie 52 Einsatzkräfte angeboten. Singapurs Ministerin für Nachhaltigkeit und Umwelt, Grace Fu, sagte am 10. Oktober, sie habe mit ihrem indonesischen Amtskollegen Jumhur Hidayat Kontakt aufgenommen. Singapur sei bereit, Indonesien bei der Bekämpfung der Waldbrände dort zu unterstützen, wo dies nötig sei.
Prabowo ordnete außerdem an, die Löscharbeiten im Nationalpark Tanjung Puting in Zentralkalimantan zu priorisieren. In vier Provinzen – Riau, Westkalimantan, Jambi und Südkalimantan – zeigten sich nach Angaben von Teddy Anzeichen einer Verbesserung.
Die Brände wüten seit Wochen und verursachen grenzüberschreitenden Smog. In Indonesien registrierte das Gesundheitsministerium zwischen dem 18. August und dem 21. September knapp 175.000 Fälle akuter Atemwegsinfektionen in betroffenen Gebieten. Mehr als 40.000 dieser Fälle betrafen Kinder unter fünf Jahren. Das Ministerium hatte im Vormonat erklärt, Gesundheitsstationen und Krankenhäuser für Menschen mit Beschwerden infolge der Brände zu stärken.
Kommentare (0)