In der Steiermark wurden in den ersten drei Quartalen 2026 insgesamt 449 Firmeninsolvenzverfahren eröffnet. Das entspricht einem Anstieg von 17,85 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Österreichweit sank die Zahl der eröffneten Verfahren dagegen um 7,65 Prozent auf 2921, wie die Kleine Zeitung berichtet.
Zusätzlich wies man in der Steiermark 212 Insolvenzverfahren ab, weil kein kostendeckendes Vermögen vorhanden war. Diese Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,58 Prozent.
Trotz leicht nach oben korrigierter Wirtschaftsprognosen erwartet der Verband in der Steiermark 600 eröffnete Firmeninsolvenzen.
Die Steiermark verzeichnete heuer zahlreiche Großinsolvenzen, vor allem im Produktionsbereich. Der AKV nennt unter anderem Wollsdorf Leder, Christof Industries, ADA und Meon Medical.
Auch die Zahl der bei der Insolvenzeröffnung noch beschäftigten Dienstnehmer nahm laut AKV um 85,45 Prozent auf 2448 zu. Die meisten Verfahren entfielen auf den Handel und die Bauwirtschaft mit jeweils 89 Fällen. In der Gastronomie wurden 74 Insolvenzen gemeldet.
Dazu kamen 61 Verfahrensabweisungen. Damit nähere sich das Bundesland einem Rekordpleitejahr, teilte der AKV mit.
Die Gesamtpassiva der eröffneten Schuldenregulierungsverfahren beliefen sich bisher auf 117,45 Millionen Euro.
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