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Galeria-Beschäftigte erhalten Insolvenzgeld

Die Bundesagentur für Arbeit ermöglicht die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds für die Beschäftigten der erneut insolventen Warenhauskette. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen läuft vorerst weiter.

Galeria-Beschäftigte erhalten InsolvenzgeldSymbolbild
Foto: Andrew Patrick Photo · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Galeria-Beschäftigte erhalten Insolvenzgeld, das eine Bank vorfinanzieren und dadurch schnell auszahlen soll
  • Die Vorfinanzierung setzt meist den Erhalt vieler Arbeitsplätze sowie ein tragfähiges Konzept oder ernsthafte Kaufinteressenten voraus
  • Im vorläufigen Insolvenzverfahren prüft Verwalter Frank Kebekus die Eröffnung; offen sind Investor und mögliche Standortschließungen

Die Beschäftigten der erneut insolventen Warenhauskette Galeria erhalten Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Das Geld soll über eine Bank vorfinanziert und dadurch schnell ausgezahlt werden. Der Geschäftsbetrieb kann damit vorerst weiterlaufen, berichtete n-tv.

Die Bundesagentur muss den Anspruch feststellen, wenn die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Einer Vorfinanzierung stimmt sie in der Regel nur zu, wenn ein erheblicher Teil der Arbeitsplätze erhalten bleibe. Voraussetzung könne etwa ein tragfähiges Fortführungskonzept oder das Interesse ernsthafter Kaufinteressenten sein.

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Insolvenzexperten hatten die Chancen zunächst skeptisch beurteilt. Ihrer Einschätzung nach dürfe Insolvenzgeld eigentlich nicht gezahlt werden, weil die Zahlungsprobleme aus der Insolvenz von 2024 noch nicht beendet seien. Ausschlaggebend ist nun offenbar, dass es sich formal um die erste Insolvenz des neuen Rechtsträgers handelt. Den Antrag vom 2. Oktober stellte die Galeria S.à r.l. & Co. KG.

Galeria beschäftigt nach jüngsten Angaben 11.250 Menschen. Rund 1600 davon arbeiten in Lebensmittelabteilungen und Restaurants der Warenhäuser. Auch die Tochtergesellschaften beantragten Insolvenzverfahren. Ohne Insolvenzgeld hätte der Warenhauskette Experten zufolge möglicherweise das vorzeitige Aus gedroht.

Zuletzt erhielten die Beschäftigten Ende September Geld. Finanziert wird das Insolvenzgeld über eine Umlage der Arbeitgeber.

Auch Jörg Funder von der Hochschule Worms bezweifelte, dass eine Fortführung mit dem bisherigen Geschäftsmodell zukunftsfähig sei. Zukunftsfähige Warenhausmodelle erforderten neue Lösungen. Denkbar seien nach seiner Einschätzung möglicherweise Standorte, an denen ein Warenhaus auch eine Nahversorgerrolle übernehmen könne.

Das Gericht ordnete ein vorläufiges Insolvenzverfahren an. Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Kebekus prüft, ob Gründe für die Eröffnung des Verfahrens vorliegen und ob das Vermögen der Schuldnerin die Verfahrenskosten deckt.

Offen ist, ob und welche Standorte schließen. Für die Zukunft von Galeria ist entscheidend, ob Kebekus einen neuen Investor findet. Mit der Situation vertraute Personen halten auch die Schließung von wesentlich mehr Standorten für möglich.

Gutscheine werden derzeit nicht angenommen. Kunden können zudem nicht alle Waren kaufen. Betroffene Artikel gehören noch den Lieferanten, die wegen der Insolvenz verhindern wollen, dass ihre Ware verkauft wird, ohne dass sie dafür Geld erhalten.

Bereits im Frühjahr war die finanzielle Lage bei Galeria angespannt. Vermieter beklagten ausbleibende Mietzahlungen, während die Geschäftsführung auf Liquiditätsschwankungen verwies.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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