Die deutschen Autobauer haben im dritten Quartal deutlich weniger Fahrzeuge ausgeliefert. Besonders stark sanken die Zahlen bei Volkswagen, Audi und Porsche. VW-Chef Oliver Blume fordert angesichts des Importdrucks aus China zusätzliche Unterstützung der Politik, wie n-tv berichtet.
Vor allem das Volumengeschäft mit traditionell geringeren Gewinnmargen als bei Premiumfahrzeugen habe zu kämpfen. Das Europageschäft müsse profitabel und wettbewerbsfähig sein, sagte Blume.
Blume hat für Volkswagen einen weitreichenden Umbau angeordnet. Dieser sieht unter anderem den Abbau weiterer zehntausender Arbeitsplätze und das Ende der Fertigung in vier deutschen Werken vor. Bei den Arbeitnehmern stößt der Kurs auf erbitterten Widerstand.
Im dritten Quartal gingen die Auslieferungen bei allen deutschen Autokonzernen zurück. Die Rückgänge lagen je nach Unternehmen zwischen 6,3 und 19,7 Prozent. Die Zahlen sind wegen unterschiedlicher Berechnungen nicht vollständig miteinander vergleichbar.
Das Werk in Spartanburg erspart BMW bei vielen Fahrzeugen Zölle.
In den ersten neun Monaten setzte BMW 1,71 Millionen Fahrzeuge ab, 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Kernmarke kam im dritten Quartal auf fast 479.300 Autos, ein Minus von 6,8 Prozent.
Der VW-Konzern verkaufte von Juli bis September 1,89 Millionen Fahrzeuge aller Marken. Bei der Kernmarke Volkswagen sanken die Auslieferungen um 19,3 Prozent auf mehr als 946.000 Autos. In China gingen die VW-Verkäufe um 38,5 Prozent auf 405.800 Fahrzeuge zurück. Dieser Rückgang machte mehr als 80 Prozent des gesamten Minus aus. In den ersten neun Monaten lieferte der Konzern gut 6 Millionen Fahrzeuge aus, 9,0 Prozent weniger als im Vorjahr.
Audi setzte im dritten Quartal 314.905 Fahrzeuge ab, 19,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Marke war in China und den USA unter Druck. Hinzu kamen Modellwechsel bei den Volumenmodellen A1 und Q2.
Belastet wurde das Geschäft unter anderem durch das Auslaufen der Verbrenner-Modelle Cayman und Boxster, weggefallene Steuervergünstigungen für Elektrofahrzeuge in den USA und die Entwicklung in China. 2025 hatte er noch knapp 15 Prozent betragen, im Spitzenjahr 2020 fast 35 Prozent.
Mercedes-Benz setzte im dritten Quartal gut 407.000 Pkw ab, 8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In China sank der Absatz um 31 Prozent. Zuwächse in den USA und Deutschland konnten das nicht ausgleichen. Außerhalb Chinas stiegen die Verkäufe um 1 Prozent. Die Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge legten weltweit um 61 Prozent auf 68.400 Autos zu.
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