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Namibia schränkt Viehhandel wegen Maul- und Klauenseuche ein

Ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche belastet Namibias Viehhalter, Fleischhändler und Exporteure. Die EU setzte die Einfuhr bestimmter Fleischprodukte aus der zugelassenen Exportzone vorübergehend aus.

Namibia schränkt Viehhandel wegen Maul- und Klauenseuche einSymbolbild
Foto: Alexas_Fotos · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Namibia beschränkte in betroffenen Gebieten Tiertransporte, Märkte und Schlachtungen wegen eines Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche
  • Bis zum 6. Oktober wurden 129 positive Proben auf 17 Farmen gemeldet; auf Kalala Island waren später zwölf Proben positiv
  • Die EU setzte bestimmte Fleischimporte aus Namibias Exportzone vorübergehend aus, ließ behandelte Produkte und Übergangslieferungen zu

Ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche belastet Namibias Viehwirtschaft und Fleischversorgung. Behörden haben Tiertransporte, Märkte und Schlachtungen in betroffenen Gebieten eingeschränkt. Die Europäische Union setzte zudem die Einfuhr bestimmter Fleischprodukte aus Namibias zugelassener Exportzone vorübergehend aus, wie Al Jazeera berichtet.

Auf dem Fleischmarkt Single Quarter in Windhoek blieben nach jüngsten Schließungen zahlreiche Stände und Grillstellen leer. Verkäufer berichteten von geringeren Umsätzen, steigenden Fleischpreisen und Schwierigkeiten beim Einkauf. Ein Händler sagte, ohne Fleisch könne sein Geschäft nicht überleben; halte die Lage drei Monate an, werde es für ihn sehr schwierig.

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In einem Supermarkt im Stadtteil Okuryangava waren einzelne hochwertige Rindfleischprodukte bereits ausverkauft. Marktleiter Enrico De Azevedo sagte, manche Kunden hätten Fleisch wie während der Covid-19-Pandemie auf Vorrat gekauft. Für Unternehmen im Exportgeschäft werde die Lage gravierende Folgen haben.

Die Veterinärdirektion bestätigte den ersten Ausbruch am 23. September 2026 auf einem kommerziellen Bauernhof im staatlichen Veterinärbezirk Karasburg in der südlichen Region //Kharas. Präsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah sagte am 5. Oktober, Überwachungsteams hätten 127 positive Fälle auf 15 Farmen festgestellt. Sie hätten 29.313 Tiere auf 68 Farmen untersucht. Die Regierung setzte 20 Überwachungsteams und zehn Straßenkontrollen ein.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums hatten am 6. Oktober 129 Tierproben positiv getestet; 17 Farmen galten als infiziert. Veterinärteams hatten 72 der 81 vorgesehenen Farmen untersucht. Am 7. Oktober bestätigten Labortests zudem einen Ausbruch bei Rindern auf Kalala Island im Wahlkreis Kabbe in der Region Zambezi.

Dort hatten Veterinäre bei 20 Rindern Krankheitssymptome festgestellt. Sie entnahmen zwölf Proben, die am folgenden Tag im Zentralen Veterinärlabor in Windhoek untersucht wurden. Alle zwölf Proben waren positiv.

Für die Region Zambezi untersagte das Ministerium den Transport von Klauentieren und rohen Produkten dieser Tiere. Bereits ausgestellte Transportgenehmigungen wurden aufgehoben. Viehauktionen, informelle Märkte und andere Veranstaltungen mit Tieransammlungen wurden ausgesetzt. Auch Schlachtungen in örtlichen Schlachthöfen, auf informellen Märkten und bei privaten Veranstaltungen sind nicht erlaubt. In Exportbetrieben dürfen geeignete Rinder unter dem System des warenbezogenen Handels weiter geschlachtet werden, wenn sie Quarantäne- und Rückverfolgbarkeitsanforderungen erfüllen.

In dem betroffenen Gebiet begann eine Notimpfung. Straßenkontrollen und verstärkte Überwachung sollen die weitere Ausbreitung verhindern. Die Behörden verfolgen außerdem Tierbewegungen zurück, die vor der Entdeckung der Ausbrüche stattgefunden haben. Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Klauentieren wie Rindern, Schafen, Ziegen und Schweinen.

Nach dem Ausbruch in //Kharas informierten die namibischen Behörden die Weltorganisation für Tiergesundheit und beschränkten den Transport sowie den Export von Klauentieren und deren Produkten. Die EU setzte am 5. Oktober die Einfuhr bestimmter frischer Fleischprodukte von Rindern, Schafen und Ziegen sowie bestimmter Erzeugnisse anderer gezüchteter und wild lebender Klauentiere aus der zuvor zugelassenen Exportzone NA-1 vorübergehend aus. Die Regelung umfasst auch bestimmte verarbeitete Produkte wie Biltong und Jerky.

Die EU-Maßnahme betrifft nicht sämtliche namibischen Fleischimporte. Bestimmte verarbeitete Produkte dürfen nach der vorgeschriebenen Behandlung weiterhin eingeführt werden. Für vor dem 23. September von namibischen Behörden zertifizierte Lieferungen von Frischfleisch gilt eine Übergangsfrist von 90 Tagen, sofern die EU-Vorgaben und Grenzkontrollen eingehalten werden.

Marianne Pretorius von der Namibia Agricultural Union sagte, die Beschränkungen seien schmerzhaft, aber notwendig. Die Folgen träfen nicht nur die Region //Kharas, sondern alle Viehproduzenten des Landes, wenn Exportmärkte geschlossen würden. Auch nach einer Wiederaufnahme des Binnenhandels könnten die Preise demnach unter Druck bleiben, bis Exportmärkte wieder geöffnet seien.

Die Regierung begann im Oktober mit dem Bau eines Veterinärzauns am Oranje in der Region //Kharas. Er soll die Kontrollen an der Grenze zu Südafrika verstärken.

Auch der Fleischverarbeiter Meat Corporation of Namibia reagierte auf die Lage. Nach Angaben der Zeitung The Namibian schickte das Unternehmen etwa 400 Produktionsmitarbeiter für drei Wochen bei voller Bezahlung in Sonderurlaub. Die Situation sollte am 23. Oktober überprüft werden. Zwischen dem 29. August und dem 11. September zahlte Meatco den Angaben zufolge 31 Millionen Namibia-Dollar für Rinder, die an den Schlachthof in Windhoek geliefert worden waren.

Der Farmer Gert Engelbrecht aus Aranos sagte gegenüber Al Jazeera, die Beschränkungen verursachten finanzielle und emotionale Belastungen. Für die Aufrechterhaltung eines Betriebs sei es entscheidend, Tiere bewegen und verkaufen zu können. Die Viehhalter müssten letztlich den Status Namibias als seuchenfreies Land zurückgewinnen.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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