Die Produktionsgewerkschaft PRO-GE sieht beim geplanten Aus für das Ardo-Werk in Groß-Enzersdorf erheblichen Gesprächsbedarf beim Sozialplan. Das bisherige Angebot sei völlig unzureichend, teilte die Gewerkschaft laut Salzburger Nachrichten mit. Zudem müsse das Unternehmen Gespräche über eine Übernahme und die Weiterführung des Standorts ermöglichen.
PRO-GE-Bundesvorsitzender Reinhold Binder erklärte, Ardo könne sich angesichts des geplanten Abbaus von Arbeitsplätzen nicht aus der Verantwortung gegenüber den Beschäftigten stehlen. Für einen ordentlichen Sozialplan müsse das Unternehmen nach vielen Jahren Arbeit ausreichend Geld bereitstellen.
InstaNews hatte am 11. Oktober berichtet, dass Ardo das Werk schließen und ein Unterstützungspaket von Bund und Land ablehnen wolle; Gespräche über eine österreichische Lösung liefen.
Dadurch würden nach seiner Darstellung regionale Lebensmittelproduktion, kurze Wege, heimische Produktion, Arbeitsplätze und Wertschöpfung gefährdet.
Auch die KPÖ Niederösterreich forderte Maßnahmen. Landessprecher Max Zirngast verlangte, die öffentliche Hand müsse eingreifen und die Produktion sichern, falls Ardo das Werk nicht weiterführen wolle. Die KPÖ brachte eine Überführung in öffentliches oder kollektives Eigentum ins Spiel.
Die belgische Gruppe verarbeitete 2025 in Niederösterreich nach eigenen Angaben die Erzeugnisse von rund 270 Bauern. Die Erzeugerorganisation Tiefkühlgemüse zählt 500 Mitgliedsbetriebe.
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