Maskierte haben in Essen einen 34-jährigen Häftling aus einer Arztpraxis befreit. Zwei Justizbeamte wurden überwältigt und gefesselt zurückgelassen. Der Gefangene und zwei Helfer entkamen, wie die Salzburger Nachrichten berichteten.
Die Beamten sollten den Mann aus der Justizvollzugsanstalt Essen zur Behandlung bringen. Im Hausflur am Kennedyplatz wurden sie nach dpa-Informationen von zwei maskierten Männern angegriffen. Dabei soll einer der Beamten seine Waffe gezogen haben. Die Angreifer hätten sie ihm aus der Hand geschlagen, anschließend seien die Beamten gefesselt worden. Sie blieben nach Angaben der Polizei unverletzt.
Die Flucht ereignete sich gegen 12.45 Uhr. Der Gefangene entkam späteren Angaben zufolge auf einem E-Scooter. Seine beiden Helfer flüchteten in andere Richtungen. Die Polizei startete eine Öffentlichkeitsfahndung und setzte in der gesamten Essener Innenstadt Kräfte ein.
Die Polizei warnte die Bevölkerung, verdächtige Personen nicht anzusprechen und sofort die 110 zu wählen. Eine Bewaffnung der Täter könne derzeit nicht ausgeschlossen werden.
Kurz nach der Befreiung entdeckte ein Zeuge in der Nähe einen Gegenstand, der wie eine Handgranate aussah. Die Experten stellten fest, dass es sich um eine Attrappe aus Holz handelte. Ob der Gegenstand bei der Gefangenenbefreiung eine Rolle spielte, teilte die Polizei zunächst nicht mit.
Der Begriff ist laut dem Bericht umstritten, weil Kritiker darin eine Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft sehen.
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