Sieben Besatzungsmitglieder werden nach dem Brand eines Chemietankers vor der rumänischen Küste vermisst. Der unter der Flagge San Marinos fahrende Tanker setzte am Morgen rund 13 Seemeilen vor Sulina einen Notruf ab, wie rumänische Behörden laut Politico Europe mitteilten.
Die rumänische Grenzpolizei und Luftfahrteinheiten trafen ein, um der Besatzung zu helfen. Nach Angaben der rumänischen Seeaufsicht wurden bislang fünf Menschen gerettet.
Bereits am Vorabend war nahe Sulina ein weiterer Tanker von einem Feuer betroffen. Die Behörden bestätigten, dass dessen Besatzung sicher sei. Einen Grund für die beiden Brände nannten die rumänischen Behörden nicht.
Die Brände ereigneten sich wenige Stunden nach einer Mitteilung des rumänischen Verteidigungsministeriums über einen Luftalarm rund um die Schlangeninsel. Das ukrainische Gebiet liegt etwa 40 Kilometer von der Stelle entfernt, an der der Tanker seinen Notruf absetzte. In der Nacht sei außerdem eine Drohne nahe Sulina gesichtet worden, die anschließend vom Radar verschwunden sei, schrieb das Ministerium.
In den vergangenen zwei Wochen wurden im Schwarzen Meer mindestens fünf Handelsschiffe von mutmaßlichen Drohnenangriffen getroffen. Die Angriffe beeinträchtigen eine wichtige Route, über die 95 Prozent der ukrainischen Getreideexporte transportiert werden.
Am 6. Oktober trafen Drohnen zwei Schiffe in der bulgarischen Wirtschaftszone im Schwarzen Meer. Eines sank, zehn Besatzungsmitglieder wurden vermisst. Am Dienstag wurden nahe Bulgarien zwei weitere Schiffe getroffen; dabei galten elf Besatzungsmitglieder als vermisst.
Der rumänische Präsident Nicusor Dan will heute am Rande des EU-Gipfels in Brüssel mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radev und Nato-Generalsekretär Mark Rutte sprechen. Das Treffen soll um 13.30 Uhr beginnen.
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