Eine 58 Jahre alte Erzieherin hat am zweiten Prozesstag vor dem Münchner Amtsgericht eingeräumt, in einer Kita mehrere Kinder misshandelt und gedemütigt zu haben. Ihre Anwältin verlas eine Erklärung, wonach die Angeklagte die in der Anklageschrift genannten Taten vollständig anerkenne und dafür uneingeschränkt Verantwortung übernehme, berichtete die Süddeutsche Zeitung.
Die Frau habe erklärt, sie bedauere, das Vertrauen der Eltern und Kinder enttäuscht zu haben. Sie bereue ihr Verhalten zutiefst.
Die Anklage lautet auf Misshandlung Schutzbefohlener in elf tatmehrheitlichen Fällen. Der Anklageschrift zufolge soll die Erzieherin Kinder mit der Faust in den Bauch sowie mit der Hand auf den Kopf und den nackten Po geschlagen haben. Bei einem Kind sei dabei der Ellbogen ausgerenkt worden. Die Arme eines zweijährigen Kindes soll sie nach hinten gedrückt und ihm mit dem Tod gedroht haben.
Die Angeklagte habe geschrien, geschimpft, Kinder geschlagen und geschubst. Sie habe ihre Beobachtungen jeweils mit Datum und Uhrzeit notiert und mit der damaligen Leitung sowie deren Stellvertreterin besprochen.
Am Nachmittag sollten Eltern der betroffenen Kinder als Zeugen aussagen. Das Gericht wollte noch am selben Tag ein Urteil verkünden.
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