Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores sollen in New York auf neue Vorwürfe der Folter und Repression reagieren. Die US-Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, zwischen 1999 und 2025 in Venezuela ein gewaltsames System der Unterdrückung geschaffen und aufrechterhalten zu haben, um an der Macht zu bleiben, berichtete El País América.
Der zuständige Bezirksrichter Alvin Hellerstein soll in einem Gericht in Manhattan um 11 Uhr formell anhören, wie sich Maduro und Flores zu den neuen Anklagepunkten erklären. Ihre Verteidigung habe angekündigt, dass beide auf nicht schuldig plädieren würden. Die Anklage bezieht sich auch auf die Fälle von mindestens drei US-Bürgern.
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft seien in dem Zeitraum Tausende Venezolaner von Personen verfolgt, bedroht, festgenommen, angegriffen, gefoltert oder getötet worden, die angeblich staatliche Befugnisse ausgeübt hätten. Maduro habe dieses System der Repression und Folter geleitet, Einheiten und Beamte von Polizei und Militär befehligt, rechtswidrige Festnahmen und Folter angeordnet sowie Berichte über die Folter bestimmter Gefangener erhalten.
Flores habe laut den Vorwürfen zum Aufbau des Systems beigetragen und angeordnet, Menschen zu foltern, um die illegalen Aktivitäten ihrer Angehörigen zu schützen. Am 8. Oktober wurde zudem ein Antrag von Flores auf Hausarrest aus angeblichen gesundheitlichen Gründen abgelehnt.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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