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Spar-Vorstand Kaser fordert Entlastung bei den Energiekosten

Der Spar-Vorstand fordert stattdessen niedrigere Energiekosten und warnt vor schwierigeren Produktionsbedingungen für die Landwirtschaft.

Spar-Vorstand Kaser fordert Entlastung bei den EnergiekostenSymbolbild
Foto: ChrisOilmountain · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Spar-Vorstand Markus Kaser fordert angesichts steigender Energiepreise Entlastungen für Konsumenten und Industrie
  • Kaser kritisiert die Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Lebensmittel als teuer und weitgehend wirkungslos
  • Spar will nach der Schließung eines Tiefkühlgemüsewerks mit heimischen Bauern und höheren Kapazitäten gegensteuern

Spar-Vorstand Markus Kaser fordert angesichts steigender Energiepreise Entlastungen bei den Energiekosten. Die Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Lebensmittel sei eine Fehlkonstruktion und bringe weniger, als sie koste, sagte Kaser der Kleinen Zeitung.

Die Inflation bei Lebensmitteln und im Spar-Warenkorb liege derzeit in der Größenordnung von einem Prozent und sei rückläufig, erklärte Kaser. In einzelnen Produktbereichen gebe es bereits Deflation, etwa bei Brot und Backwaren sowie bei bestimmten Milcherzeugnissen und Konserven. Bei Milch insgesamt sei das jedoch nicht der Fall.

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Deshalb müsse die Politik bei der Energie ansetzen. Eine Senkung der Energiekosten würde Konsumenten und Industrie zugutekommen, während kleine Maßnahmen wie die Mehrwertsteuersenkung keine großen Effekte erzielten.

Im Einkaufsverhalten habe sich die Steuersenkung nicht bemerkbar gemacht. Auch beim Kundenservice habe es so gut wie keine Reaktionen gegeben. Kaser hält zudem eine Änderung des Systems für notwendig, bei dem der Strompreis vom Gaspreis abhängt. Dieses sei aus seiner Sicht veraltet und nicht nachvollziehbar.

Kaser ist 55 Jahre alt, stellvertretender Vorstandschef von Spar und seit 2021 Mitglied des Vorstands. Er verantwortet unter anderem Sortimentsmanagement, Marketing, Nachhaltigkeit, IT sowie Interspar und Maximarkt. 2028 soll er an die Vorstandsspitze des Lebensmittelhändlers rücken.

In den Lieferketten gebe es bei Lebensmitteln wegen des Nahostkonflikts derzeit noch keine Probleme. Bei Zulieferern von Ausstattung zeichneten sich jedoch Schwierigkeiten ab. Die Systeme seien durch frühere Krisen widerstandsfähiger geworden, weshalb Ausweichmöglichkeiten bestünden.

Die Schließung des Tiefkühlgemüsewerks von Ardo in Großenzersdorf habe Spar überrascht. Innerhalb von zwei Tagen habe das Unternehmen mit Schneiders Gemüsewelt aus dem Marchfeld vereinbart, mehr Gemüse zu produzieren. Dafür sollen weitere Gemüsebauern in das Programm aufgenommen und die Produktionskapazitäten ausgebaut werden. Die Werksschließung sei ein Schock, eröffne aber auch Chancen für heimische Produzenten.

Kaser spricht sich für eine Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie aus. Die Herkunft und Verarbeitung eines Lebensmittels seien entscheidend, auch wenn Produkte äußerlich ähnlich wirkten. Konsumenten sollten darauf achten, woher Lebensmittel kommen.

Die Ernte sei in mehreren Bereichen schlechter ausgefallen. Bei einzelnen Produkten könne die Importsaison um einige Wochen früher beginnen. Während die von Kaser befragten Weinbauern mit dem Jahrgang zufrieden seien, hätten Äpfel unter der Trockenheit gelitten. Die Lebensmittelversorgung in Österreich sei gesichert. Zugleich erschwerten die klimatischen Veränderungen die Produktionsbedingungen für Landwirte.

Vielfalt stabilisiere Versorgungssysteme und ermögliche eine Abgrenzung vom Mitbewerb.

Im Streit zwischen Händlern und Markenartikelherstellern hätten beide Seiten erkannt, dass harte Verhandlungen zu Ergebnissen führten. Spar erwarte erneut intensive Gespräche und verhandle besonders mit der internationalen Markenartikelindustrie hart. Die Renditen des Handels seien deutlich geringer als jene der Markenartikelindustrie, sagte Kaser.

Bei groß angelegten Benachteiligungen einzelner Märkte müsse die Politik regulierend eingreifen. Zugleich seien nicht alle Preisvergleiche korrekt. Österreichische und deutsche Lebensmittel unterschieden sich bei Verarbeitung, Rohstoffen, Qualität, Herkunft und Geschmack.

Der Wettbewerb im österreichischen Lebensmittelhandel bleibe eng. Spar verfolge deshalb eine aggressive Preispolitik. Das Wachstum der Marktanteile führt Kaser auch auf die Kombination aus Filialbetrieben und selbstständigen Kaufleuten zurück. Zudem setze Spar bei Aktionen seit Jahren auf gleichbleibende und einfache Instrumente.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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