Zugleich sichern sie die Artenvielfalt.
Eine Auswertung von mehr als 400 Studien im Fachmagazin Nature Ecology & Evolution zeigt, dass mit schwindender Biodiversität viele Ökosystemleistungen unter Druck geraten. Die Autorinnen und Autoren schreiben, der Verlust der biologischen Vielfalt bedrohe die Ökosystemleistungen, von denen die Menschheit abhänge.
Umgekehrt bedrohen die Folgen des Klimawandels die Biodiversität. Eine Modellstudie im Fachmagazin Science untersuchte, wie der steigende Meeresspiegel mehr als 34.000 terrestrische Wirbeltierarten betreffen könnte. Das bedeute nicht, dass alle diese Arten aussterben. Viele mögliche Rückzugsräume lägen jedoch außerhalb bestehender Schutzgebiete, einige Arten könnten langfristig nicht überleben.
Naturschutz dürfe nicht nur bewahren, was heute noch intakt sei. Er müsse auch die Rückzugsräume der Zukunft sichern.
Die COP17 findet vom 19. bis 30. Oktober 2026 in der armenischen Hauptstadt Eriwan statt. Sie ist das weltweite Verhandlungsforum zur biologischen Vielfalt.
Schlecht geplante oder platzierte Windräder und Solarpanels könnten den Naturschutz behindern, weil sie Flächen auf Feld oder Wiese benötigen.
Wälder seien zu erhalten und aufzuforsten, Moore wieder zu vernässen, Flusslandschaften zu renaturieren und Schutzgebiete auszuweiten. Das stärke natürliche Kohlenstoffspeicher und den Wasserhaushalt und helfe zugleich bedrohten Arten. Forschende weisen seit Jahren darauf hin.
Wo Menschen natürlichen Lebensraum erhalten, verbänden sich beide Ziele, so Thonicke.
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