Zwei Unglücke mit Flüchtlingsbooten haben in Griechenland mindestens zwölf Todesopfer gefordert, wie die Salzburger Nachrichten berichten.
Nach Angaben der Behörden, über die der Sender ERTNews berichtete, starben dabei sechs Menschen, darunter ein Säugling. Acht Menschen seien demnach gerettet worden.
Nördlich der Insel Samos ist ebenfalls ein Flüchtlingsboot gekentert. Dort dauert die Suche auf dem Meer an. Wie die griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA meldete, konnten bislang sechs Tote geborgen werden. Weitere 14 Menschen seien gerettet worden.
Im Zusammenhang mit dem Unglück bei Lesbos haben die Behörden einen 37-jährigen türkischen Staatsbürger festgenommen, der sich unter den Geretteten befand. Der Mann soll das Boot gesteuert und als Schlepper tätig gewesen sein.
Der griechische Schifffahrtsminister Vassilis Kikilias sagte, Schlepper seien für das Unglück verantwortlich. Den ersten Erkenntnissen nach habe das Schnellboot mit seinem Bug die Backbordseite des Küstenwachschiffs getroffen, erklärte er.
Laut dem UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR sind die Ankünfte von Flüchtlingen in Griechenland in diesem Jahr zurückgegangen. Stand 11. Oktober seien rund 25.000 Ankünfte über den Seeweg registriert worden.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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