Die Behörden stufen Mallorca für die Nacht zum Montag in die höchste Warnstufe Rot ein. Das Sturmtief „Adam“ hatte zuvor auf dem spanischen Festland mit extremen Niederschlägen für Chaos gesorgt, wie n-tv berichtete. Nun könne es auch die Insel mit voller Wucht treffen. Am Abend ging auf den Mobiltelefonen der Region eine Sonderwarnung ein, begleitet von einem durchdringenden Alarmton.
Der Zivilschutz riet in seiner Nachricht, sich wegen befürchteter heftiger Regenfälle nicht im Freien aufzuhalten und auch Kellerräume zu meiden. Der Unterricht an den Schulen wurde für Montag vorsorglich abgesagt. Am Flughafen Mallorca kam es bereits zu stundenlangen Verspätungen und Flugausfällen, ausgelöst durch die ersten Vorboten des Unwetters.
Für Ibiza und Menorca gilt die zweithöchste Warnstufe Gelb. Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes Aemet sind bis zu 90 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und Stunde zu erwarten.
In der schlimmsten Phase des Sturms könnten innerhalb von zwölf Stunden insgesamt 160 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen, warnte Aemet. Besonders Sturzbäche, die bei den Herbstgewittern entstehen, stellen auf Mallorca eine Gefahr dar und können Überschwemmungen auslösen.
Schwer getroffen wurde zudem Andalusien. Wie im Fernsehen zu sehen war, schossen reißende Bäche durch die Straßen, Autos, Wohnungen und Geschäfte standen unter Wasser.
Auch in den Regionen um Valencia und Alicante wurde Alarm ausgelöst.
Vor zwei Jahren hatte die Region Valencia im Oktober 2024 eine der schlimmsten Flutkatastrophen der Landesgeschichte erlebt. Mindestens 229 Menschen starben, die Schäden liefen in die Milliarden.
Durch die stärkere Verdunstung würden solche Unwetter wahrscheinlicher und heftiger.
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