Vor den anstehenden Verhandlungen über den Kollektivvertrag im Handel hat Rewe Österreich erneut auf gelockerte Öffnungszeiten gedrängt. Rewe-Österreich-Chef Marcel Haraszti macht kein Hehl daraus, dass ihm die geltenden Zeiten zu eng gefasst sind, wie die Salzburger Nachrichten berichten.
Stützen will der Konzern seine Forderung auf eine eigene Umfrage. Knapp drei Viertel der Befragten wollen demnach längere Öffnungsmöglichkeiten für Nahversorger-Container.
Dieser Entscheid sieht vor, dass Container ohne Beschäftigte nur so lange geöffnet bleiben dürfen wie Supermärkte, nämlich 72 Stunden pro Woche.
Haraszti verweist dabei auf das Regierungsprogramm. Darin ist vorgesehen, Selbstbedienungs- und hybride Märkte den Automatenshops gleichzustellen.
Unterstützung erhält der Rewe-Chef von NEOS-Wirtschaftssprecher Markus Hofer.
Auch für die herkömmlichen Geschäfte der Marken Adeg, Billa, BillaPlus, Bipa und Penny wünscht sich Haraszti mehr Zeit. Die wöchentliche Rahmenöffnungszeit an Werktagen soll von derzeit 72 auf 78 Stunden steigen. Rufe nach verkaufsoffenen Sonntagen haben sich zuletzt wieder vermehrt.
Kritik kommt von Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA. Sie hielt dem Rewe-Chef entgegen, zusätzliche Öffnungsstunden würden am Einkaufsverhalten nichts ändern, denn was in 72 Stunden nicht gekauft werde, bleibe auch in 78 Stunden liegen.
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