Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) warnt vor deutlichen Preissteigerungen an der Tankstelle und vor volkswirtschaftlichen Schäden durch den geplanten Gesetzesentwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz Verkehr, kurz EEG-V. Wie der ORF berichtete, stützt sich die Kammer dabei auf eine Erhebung des Forschungsinstituts Economica. Demnach könnte das Gesetz durch sogenanntes Goldplating, also die Übererfüllung von EU-Vorgaben, den Liter Diesel bis 2035 um höchstens 95 Cent verteuern.
Anlass ist ein Gesetzesentwurf, der die EU-Richtlinie RED III im Verkehrssektor national umsetzen soll. Dadurch würden die Transformationskosten gebündelt, was deutlich höhere Energiepreise als in den EU-Nachbarstaaten bedeute. Wenn Österreich als Musterschüler vorangehe, würden die nicht verbrauchten Emissionen anderen EU-Mitgliedsländern zur Verfügung stehen.
Auch der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) verwies darauf, dass die aktuelle Treibstoffkrise deutlich zeige, wie teuer die Erdölabhängigkeit des Verkehrs der Wirtschaft zu stehen kommt.
Die FPÖ nutzte die Erhebung der Wirtschaftskammer für scharfe Kritik an der Bundesregierung. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz bezeichnete das Vorhaben als weiteren Angriff auf die Geldbörsen der Österreicher.
Klimaschützer hielten der Wirtschaftskammer ihrerseits vor, Lobbyarbeit für fossile Energieträger zu betreiben.
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