Die chinesische Volkswirtschaft hat im Sommer an Tempo gewonnen. Analysten hatten mit einem etwas kleineren Zuwachs gerechnet, wie n-tv berichtete.
Im Frühjahr hatte das Plus nur 4,3 Prozent betragen.
Analyst Andy Ji von ITC Markets führte den Aufschwung auf eine wettbewerbsfähige industrielle Modernisierung zurück. Sie zeige sich in der Hightech-Fertigung, der Chipproduktion, bei Elektrofahrzeugen und in den Exportwerten. Diese Entwicklung sei echt und gewinne an Dynamik.
Die heimische Nachfrage hingegen schwächelt weiterhin. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, sagte, die Binnenwirtschaft bleibe angesichts des schwachen Immobiliensektors angeschlagen.
Die Regierung in Peking will dagegenhalten.
Ohne einen entscheidenden Kurswechsel zugunsten der Haushaltseinkommen und des Konsums werde das Land wohl länger in einer Phase niedriger Inflation und unterdurchschnittlichen Wachstums verharren. Die schwache Nachfrage der Verbraucher verschärft zudem den Preiskampf. Viele Unternehmen müssen ihre Kosten senken und greifen dafür auch bei den Löhnen an.
In den ersten neun Monaten wuchs die Wirtschaft um 4,6 Prozent.
Gitzel sagte, solange Peking am Exportgeschäft festhalte, müssten amerikanische und europäische Produzenten weiterhin die chinesische Konkurrenz fürchten.
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