Der Essenslieferdienst Just Eat will sein Anstellungsmodell umstellen. Künftig sollen Selbstständige und externe Partner statt Festangestellter für das Unternehmen fahren.
Derzeit beschäftigt Just Eat rund 700 solche Kuriere. Entlassene Kuriere hätten die Möglichkeit, als Selbstständige weiterhin für das Unternehmen zu arbeiten, erklärte Streich.
Als Grund nannte Streich veränderte Gewohnheiten der Kundschaft. Die Menschen äßen nicht mehr nur zu gewohnten Zeiten. Es handle sich nicht um eine Sparmassnahme, betonte Streich. Das Unternehmen reagiere auf Kundenbedürfnisse, die sich in den vergangenen fünf Jahren stark verändert hätten.
Mit der aktuellen Schichtplanung, die zwei Wochen im Voraus erfolgt, sei diese Flexibilität nicht machbar. Mit dem Selbstständigenmodell sei dies dagegen möglich. Bei anderen Anbietern werde das bereits so gehandhabt. Die Kundenwünsche erfülle man, weil sonst der Mitbewerber dies tue, sagte Streich.
Für Arbeitnehmende hat der Schritt laut Bericht auch abgesehen von möglichen Kündigungen Folgen. Selbstständige Kuriere hätten etwa keine bezahlten Ferien und kein Einkommen bei Unfall oder Krankheit. Streich sieht bei dem Modell jedoch auch Vorteile. Ein selbstständiger Kurier könne selbst entscheiden, ob er einen Auftrag zu einem bestimmten Betrag annehmen wolle. Darin sieht Streich einen großen Vorteil gegenüber dem aktuellen Modell, das diese Wahl nicht biete.
Die Portale Uber Eats, Smood und Just Eat werden laut Bericht von vielen Schweizerinnen und Schweizern regelmäßig genutzt. Es gibt jedoch auch Schattenseiten: Mehrere Frauen werfen Lieferanten Belästigung vor, heißt es in der Meldung.
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