Nestlé nimmt sein Russlandgeschäft per Ende September 2026 aus der Konzernrechnung, wie der Tages-Anzeiger berichtete. Der Konzern begründete den Schritt am Donnerstag bei der Vorstellung seiner Quartalszahlen damit, dass er derzeit keine Kontrolle über die Leitung der Geschäfte in Russland habe. Das Geschäft werde deshalb von der Nestlé AG entkonsolidiert.
Hintergrund ist ein Eingriff der russischen Behörden. Management über. Der Konzern betreibe in Russland sechs Fabriken und beschäftige rund 7000 Personen.
Operativ verlief das dritte Quartal 2026 besser als erwartet. Vor allem deutlich höhere Absatzmengen trieben das Wachstum an. Das interne Realwachstum erreichte 2,8 Prozent, nach 1,8 Prozent im zweiten und 1,2 Prozent im ersten Quartal. Preiserhöhungen trugen im dritten Quartal 1,1 Prozentpunkte zum organischen Wachstum bei. Analysten, die die Nachrichtenagentur AWP befragt hatte, hatten im Schnitt lediglich 3,5 Prozent organisches Wachstum und 1,7 Prozent Mengenwachstum erwartet.
Das Management hält an den Zielen für das Gesamtjahr fest.
Dabei fließt kein Geld ab. Die Nettoverschuldung dürfte sich bis Ende des Jahres allerdings um rund 900 Millionen Franken erhöhen.
Nestlé werde bei Bedarf über weitere Entwicklungen informieren.
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