Der Softwarekonzern SAP hat nach Börsenschluss in den USA am Mittwochabend über ein drittes Geschäftsquartal berichtet, das nach Angaben der tagesschau erfolgreich verlief. Die Nachfrage blieb robust, weshalb das Wachstum der Cloud-Sparte des Walldorfer Konzerns wieder etwas an Tempo gewann. Für die drei Monate bis Ende September meldete das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 10,3 Milliarden Euro, ein Plus von 13 Prozent.
Allein bei der Cloudsoftware stiegen die Erlöse um 26 Prozent. Das Volumen der Cloud-Aufträge wuchs währungsbereinigt ebenfalls um 26 Prozent und erreichte 24,1 Milliarden Euro. Experten am Kapitalmarkt richten ihren Blick vor allem auf diese Kennziffer, weil sie Rückschlüsse auf die künftige Umsatzentwicklung erlaube.
Die in New York gehandelten Aktienhinterlegungsscheine (ADS) zogen zunächst um rund vier Prozent an, verloren diesen Vorsprung jedoch wieder. Im DAX gab die Aktie am frühen Nachmittag bei schwächerem Gesamtmarkt leicht nach und konnte die positive Tendenz aus New York nicht aufnehmen.
Zugleich verwies er auf das wichtige vierte Quartal und dämpfte die Euphorie etwas.
Als Hauptgrund für die Entwicklung nennt der Bericht den vor Jahren von Klein intensivierten Schwenk hin zur Cloudsoftware. Dabei setzt das Unternehmen auch auf Effekte der Künstlichen Intelligenz, und neue hauseigene KI-Agenten führen Kunden zunehmend durch die Produkte. Davon war nicht nur die SAP-Aktie betroffen, sondern Papiere der gesamten Branche. Diese Sorgen hätten sich nach Darstellung der tagesschau zunehmend verflüchtigt, da KI nicht mehr als Bedrohung, sondern immer mehr als hilfreiches Werkzeug gilt.
Ausgehend vom Juli-Tief unter 130 Euro hat sich der Kurs der SAP-Aktie inzwischen um mehr als die Hälfte erholt, nachdem er zuvor deutlich abgerutscht war. Zuletzt wurde im DAX die Marke von 200 Euro erneut überschritten.
Am folgenden Tag ging es am Aktienmarkt nach den Gewinnen des Vortags wieder bergab. Als Hauptgrund nennt die Meldung schwach aufgenommene Quartalszahlen aus dem Technologiesektor, etwa von Tesla, Meta und IBM vom Vorabend. Hinzu kamen die bekannten Sorgen um hohe Ölpreise und steigende Anleiherenditen. Die Milliardengewinne des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX hatten die Sorgen am Vortag nur vorübergehend gemildert.
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