Eine neu gebaute Wohnung kostet in München europaweit am meisten. Nach einer Untersuchung der Unternehmensberatung Deloitte, über die n-tv berichtet, belegt die bayerische Hauptstadt bei den Preisen für Neubauwohnungen Platz eins unter 71 Städten in 25 europäischen Ländern. Im vergangenen Jahr habe der durchschnittliche Kaufpreis dort 11.200 Euro pro Quadratmeter betragen und damit über dem Niveau von Paris oder Barcelona.
Auch drei weitere deutsche Großstädte schaffen es unter die zehn teuersten Städte für Neubauten.
Die Schweiz wurde in die Auswertung nicht einbezogen. Weil die Datenlage je nach Verfügbarkeit unterschiedlich ausfalle, seien die Werte nicht eins zu eins vergleichbar. In Amsterdam seien beispielsweise nicht nur Neubauten in die Berechnung eingeflossen. Die Preisniveaus der untersuchten Märkte würden dennoch deutlich.
In den untersuchten deutschen Städten habe der durchschnittliche Angebotspreis bei 5200 Euro gelegen, gut acht Prozent über dem Vorjahreswert. Gleichzeitig sei die Zahl der Wohnungsfertigstellungen in Deutschland um fast 18 Prozent gesunken. Deloitte zufolge zählt dieser Rückgang zu den stärksten in Europa und verschärfe den Wohnraummangel.
Teuerstes Land ist laut Studie Luxemburg mit durchschnittlich 9160 Euro pro Quadratmeter. Mit Blick auf die Bruttojahresgehälter ergeben sich andere Abstände. In der albanischen Stadt Vlora seien für eine 70-Quadratmeter-Neubauwohnung im Schnitt mehr als 21,3 Jahresgehälter nötig, in Turin weniger als fünf. In München liege der Wert bei fast zwölf Bruttojahresgehältern.
Auch Belgrad ist deutlich teurer geworden, dort habe der Aufschlag ein Fünftel betragen.
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