Das zeigt das Bonitätsranking des KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung, das am Donnerstag präsentiert wurde. Fünfer stieg im selben Zeitraum von 290 auf 692.
Die Ergebnisse wurden anschließend in Schulnoten dargestellt. Für die Bewertung der knapp 2.100 Gemeinden wurde jeweils ein Durchschnitt über drei Jahre herangezogen.
Die besten 250 Gemeinden weist das Ranking gesondert aus. Rund ein Drittel der dortigen Gemeinden zählt zum ersten Zehntel. Das führt das KDZ auf hohe Ertragsanteile und gemeindeeigene Steuern zurück. Der Bevölkerungszuwachs habe außerdem zu steigenden Einnahmen geführt.
Sie müssten sparen. Dies könne durch die Kürzung von Leistungen geschehen, etwa durch zurückgefahrene Öffnungszeiten oder geschlossene Einrichtungen wie Bäder. Auch eine Erhöhung von Gebühren oder Zurückhaltung bei Investitionen seien möglich, sagte Prorok bei einer Pressekonferenz.
Problematisch sei zudem die Transferpolitik. Ein großer Teil der Ertragsanteile fließe heute direkt über Krankenanstalten-, Landes- oder Sozialhilfeumlage an die Länder. Von 100 Euro Ertragsanteilen seien den Gemeinden 2019 noch 51 Euro geblieben, zuletzt nur noch 42 Euro. Hinzu kommen die demografische Entwicklung, gemeindeeigene Steuern etwa durch Betriebsansiedlungen oder den Tourismus sowie das Gemeindemanagement.
Die Bank sehe, dass Investitionen zurückgehalten oder nur die nötigsten getätigt würden. Gemeinden bräuchten jedoch keine gut gemeinten politischen Ratschläge von außen, weil Bürgermeister wüssten, was zu tun sei. Das digital abrufbare Ranking könne als Benchmark dienen.
Prorok meinte, die Gemeinden stünden insgesamt stark unter Druck. Es bestehe aber auch noch Handlungsspielraum.
Beim Schuldenstand von Ländern und Gemeinden insgesamt zeigt sich ein anderes Bild. Die Steiermark liegt hier mit den höchsten Pro-Kopf-Werten vorn. Vorarlberg befindet sich im Mittelfeld.
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