Städtische IT-Experten hatten Spuren einer Attacke entdeckt. Die Sicherheitssysteme hätten Versuche registriert, die Schwachstellen auszunutzen, teilte die Stadt mit.
Deshalb nahm die Stadt nach Angaben des IT-Referats am Abend verschiedene Serviceangebote präventiv vom Netz. Laut einer Sprecherin hat die Abwehr des Angriffs funktioniert, es seien keine Daten abgeflossen.
Am Donnerstagmorgen sollen bereits 80 Prozent der Internetangebote wieder verfügbar gewesen sein. Als besonders schwierig erwies sich nach Angaben der Stadt, sicherzustellen, dass die Angreifer keine angriffsbereite Software in den IT-Systemen hinterlassen hatten. Bei der Wiederinbetriebnahme sei deshalb besondere Sorgfalt geboten gewesen, um einen konkreten Schaden zu verhindern.
Die Stadt nutzt für Webseiten und Online-Dienste die weit verbreitete Programmiersprache PHP, wie Millionen andere Anbieter auch.
Thomas Reeg, der IT-Sicherheitschef der Stadt, sagte am späten Donnerstagvormittag, die vorübergehende Einschränkung einzelner Services sei eine bewusste Vorsichtsmaßnahme gewesen.
Offline waren außerdem das Infoportal zu Karrierewegen in der Verwaltung und der digitale Schadensmelder für den öffentlichen Raum.
Über Nacht wurde die Lücke geschlossen, um sechs Uhr morgens ging das System wieder in Betrieb. Nach dem Stand am Donnerstagmittag sei die Bibliothek ohne Schäden davongekommen. Die Sprecherin sagte, Daten und Website seien zu keinem Zeitpunkt von Cyber-Angriffen betroffen gewesen.
Auch der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) war betroffen.
Bereits erworbene Online-Tickets blieben nach Angaben des MVV aufrufbar und konnten bei Kontrollen vorgezeigt werden. Fahrgäste konnten außerdem die Fahrkartenautomaten an den Bahnhöfen nutzen.
Deshalb waren nach dieser Darstellung auch die Angebote der SWM, etwa die Hallenbäder, nicht beeinträchtigt.
Der laufende Klinikbetrieb sei davon nicht beeinflusst, und ein konkretes Sicherheitsrisiko habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, so die Sprecherin.
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